50 Jahre Jubiläumsfeier 1959 - 2009

24.05.2013 - Im Jahr 2009 feierte der Tennisverein 50-jähriges Jubiläum. Ein festlicher Anlass mit viel Prominenz und mit viel Erinnerungen an die Gründungszeit im Jahr 1959 und der Zeit danach. Zum Anlass wurde eine  Broschüre mit 32 Seiten aufgelegt. Diese Bröschüre wurde nun der Webredaktion vorgelegt, mit dem Auftrag, die Inhalte digitalisiert auf die Webseite zu bringen.

 

Das ist nun geschehen. Wer 2009 keine Broschüre erhalten hat, hat nun die Möglichkeit, diese hier auf der Vereinswebseite nachzulesen. Viel Spaß beim Lesen wünschen der Vorstand und die Webredaktion.

Hier könnt ihr die Broschüre in der Originalausgabe runterladen. Achtung, die Datei hat eine Riesengröße von 33,5MB, das Herunterladen wird in Abhängigkeit eurer DSL-Rate ein wenig dauern.

TC_GW_komplett.pdf
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Grußwort des 1. Vorsitzenden Erwin Grieb

                        1. Vorsitzender Erwin Grieb
             1. Vorsitzender Erwin Grieb

Liebe Gäste, liebe Clubmitglieder,

mit Stolz können wir auf 50 Jahre Vereinsgeschichte TC GW Neustadt zurückblicken. Hier in Neustadt, unmittelbar an der Ostsee, nur wenige Meter vom Strandbad entfernt, ist eine der schönsten Tennisanlagen in Schleswig-Holstein entstanden. Ich möchte an dieser Stelle allen Verantwortlichen und Beteiligten danken, die dazu beigetragen haben, dass es uns heute unter optimalen Bedingungen möglich ist, diese Sportanlage zu nutzen und unseren geliebten Tennissport hier auszuüben. Unermüdlich haben die Verantwortlichen viel Engagement, persönlichen Einsatz und viel Geduld aufgebracht, um den Verein so aufzubauen, wie er sich heute präsentieren kann. Wir können bisweilen sechs Tennisplätze nutzen, haben das Clubhaus und die gesamte Anlage in einen vorbildlichen Zustand gebracht, sodass sich unsere Gäste und Clubmitglieder hier wohl fühlen können. Immer wieder hören wir aus dem Munde unserer Gastmannschaften, wie schön wir es hier doch haben. Das hören wir gern und sind stolz darauf. Wie Sie alle wissen, hatte der Tennissport Mitte der achtziger und Anfang der neunziger Jahre einen riesigen Boom, bedingt durch die Ära Becker, Stich, Graf erlebt. In den Tennisvereinen wuchs die Mitgliederzahl stetig. Das ist heute längst nicht mehr der Fall.

 

Es folgte ein rapider Rückgang der Mitgliederzahlen, was bei vielen Vereinen auch für finanzielle Probleme sorgte. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir davon verschont geblieben sind. Ich bin überzeugt, dass wir aufgrund unserer bisherigen Vereinsideologie auf dem richtigen Wege sind. Aufgeschlossen, zu Veränderung bereit und den Blick nach vorne gerichtet, so werden wir auch die Zukunft erfolgreich meistern können.

 

Unsere Jugendarbeit ist sehr intensiv und wird auch von außen immer wieder gelobt. Wir investieren viel Geld in diesen Bereich, und ich bin mir sicher: Hier liegt unsere Zukunft. Es ist für uns die Garantie, dass der Verein weiter am Leben bleibt. Unsere sportlichen Leistungen sind landesweit (und darüber hinaus) bekannt und man weiß, wie erfolgreich in Neustadt Tennis gespielt wird.

 

Ich wünsche dem Verein, dass es stetig bergauf geht, was in der heutigen Zeit nicht immer einfach ist, aber doch machbar sein wird, wenn wir alle dazu beitragen. Uns gegenseitig respektieren, freundlich und aufrecht miteinander umgehen und immer wieder bereit sein, anfallende Aufgaben und Probleme gemeinsam zum Wohle des Vereins zu lösen – wenn wir uns weiterhin nach diesen Grundsätzen richten, dann werden wir auf unserer wunderschönen Anlage noch viele schöne Stunden erleben können.

 

Ich wünsche uns allen von Herzen ein gelungenes Jubiläumsfest, viel Spaß beim Feiern - und bleiben Sie gesund.

Grußwort der Stadt Neustadt in Holstein

Die Stadt Neustadt in Holstein gratuliert dem Tennisclub Grün-Weiß Neustadt ganz herzlich zu seinem 50-jährigen Bestehen. Der Tennisclub Grün-Weiß hat in den vergangenen Jahrzehnten eine bemerkenswerte Aufarbeitung geleistet. Waren es zunächst nur zwei Plätze an der wunderschönen Lage oberhalb der Hafeneinfahrt, stehen den Mitgliedern heute sechs Plätze für den Spielbetrieb zur Verfügung. Diese Entwicklung ist stets von allen Mitgliedern tatkräftig unterstützt worden. Die Stadt Neustadt in Holstein hat die Erweiterung in der Lage am Lindenweg im Rahmen ihrer Möglichkeiten gefördert. Ein besonderer Dank gebührt den jeweiligen Vorstandsmitgliedern für die viele Arbeit. Der Tennisclub Grün-Weiß nimmt mit einer Vielzahl von Mannschaften von den Bambini bis zu den Senioren an Turnieren und am Spielgeschehen des Landesverbandes teil.

 

Dabei wurden gute Erfolge erzielt. Besonders hervorzuheben ist auch die intensive Jugendarbeit des Tennisclubs Grün- Weiß. Hunderte von Kindern und Jugendlichen haben hier in den vergangenen Jahrzehnten die Möglichkeit gefunden, diesen wunderbaren Sport zu erlernen und auszuüben. Ganz herzlichen Dank für diese aktive Förderung des Jugendsportes.

 

Die Stadt Neustadt in Holstein wünscht dem Tennisclub Grün- Weiß auch für die kommenden Jahre viele sportliche Erfolge und ein harmonisches Clubleben.

Grußwort des Landes-Tennispräsidenten

Das Jahr 1959 war in mancher Hinsicht bedeutend:
Fidel Castro wurde Staatschef auf Kuba und ist es nicht mehr, die Sowjets schossen eine Rakete zum Mond, die zerschellte, und die Sowjetunion gibt es nicht mehr.

 

Ich nahm 1959 zum ersten Mal einen Tennisschläger zur Hand, den gibt es auch nicht mehr (aber ich gebe den Versuch nicht auf, irgendwann einen guten Ball zu spielen) und der TC Grün-Weiß Neustadt wurde gegründet. Und den gibt es immer noch.

 

Er blüht und gedeiht trotz aller Grabgesänge, die die Medien über den Tennissport angestimmt haben. Der TC Grün-Weiß, seine Mitglieder und Funktionäre, haben rechtzeitig die Zeichen der Zeit erkannt.

 

Sie sind nicht der Versuchung erlegen, auch mit aller finanziellen Kraft eine Mannschaft in eine sehr hohe Spielklasse zu bringen und hierzu noch Spieler „einzukaufen“. Leistung entwickelt sich aus einer breiten sportlichen Basis. Dieses einfache Prinzip ist konsequent umgesetzt worden. Damit ist der TC durch alle Probleme und Nöte, die Tennis einige Zeit hatte, unbeschadet zum zweitgrößten Verein in Ostholstein geworden und zeichnet sich durch eine intensive und erfolgreiche Jugendarbeit aus. Fast jedes dritte Mitglied ist unter 18 Jahre alt, davon wieder mehr als zwei Drittel im Training. Dies ist ein vorbildliches Verhältnis und bietet dem Verein die Gewähr, für die Zukunft gut gerüstet zu sein. Kein Zufall, sondern zwangsläufiges Ergebnis dieser konsequenten Jugendarbeit sind Erfolge in der Leistungsspitze. Ihr Verein hat mit Michael Kuhl einen vielfachen Landesmeister gestellt und die Senioren sind in den höchsten Spielklassen eine feste Größe weit über Schleswig-Holstein hinaus.

 

Der TC Grün-Weiß hat das Erfolgsrezept vielleicht nicht erfunden, aber es so gut umgesetzt wie nur wenige andere Vereine im Lande. Mit fünfzig steht der Verein in der Blüte seines Lebens mit den besten Aussichten auf ein langes erfolgreiches Leben.

 

Ich gratuliere zum Erreichten und wünsche Ihnen eine ebenso erfolgreiche Zukunft. Und natürlich weiter viel Spaß auf dem Tennisplatz.
Ihr

1959 Die Gründung

   Die Tennisanlage am Kaisergehölz 1959
   Die Tennisanlage am Kaisergehölz 1959

des Tennisclubs liegt im Jahre 1959, genauer gesagt: am 13. Februar 1958. Damals versammelte sich auf Initiative des praktischen Arztes Dr. Gunther Sarnow eine kleine Gruppe begeisterter Tennisspieler in der „Wallburg“ und gründete den neuen „Tennisclub Grün-Weiß Neustadt“.

 

Die Namen der 10 Gründer sind:
Hans Gehrmann, Heinz Hamann, Jürgen Hilscher, Dr. Werner Kaeselau, Hans Lehmann, Wiltrud Sarnow, Dr. Gunther Sarnow, Jochen Struck, Annemarie Voss, Dr. Ernst Voss.

 

Einstimmig wurde folgender Vorstand gewählt:
Zum 1. Vorsitzenden Dr. Gunther Sarnow, zum 2. Vorsitzenden Jürgen Hilscher, zum Schriftführer Dr. Werner Kaeselau, zum Kassenwart Hans Lehmann.


Nachdem man sich über alle Formalitäten einig geworden war, wurde der Vorstand beauftragt, die Eintragung des Ver-eins in das Vereinsregister zu beantragen. Sie erfolgte am 23. März 1959 unter der Nr. 276 beim Amtsgericht Neustadt. Unser Vorstand leistete von dem Zeitpunkt an stille und zähe Arbeit: Aufnahme in den Landessportverband, Verhandlungen mit der Stadt um ein geeignetes Gelände, das sich in geradezu idealer Weise zwischen Erikabad und Lindenallee anbot, und Finanzierungsgespräche mit den hiesigen Banken. Allein die „Bausteine“-Aktion, mit der man in erster Linie an die Geschäftswelt herantrat, erbrachte 5000 DM. Sie sollten nach fünf Jahren zurückgezahlt werden, worauf aber die meisten zur Freude des „Finanzministers“ verzichteten.

 

Bürgschaften in Höhe von 20.000 DM wurden von einigen Mitgliedern des Vereins übernommen, sodass man schließlich mit einem Bankkredit über 15.000 DM und einem zinslosen Darlehen des Landes Schleswig-Holstein über 12.000 DM mit dem Bau von zwei Tennisplätzen den Anfang wagen konnte.

 

Im Juni 1960 war es dann soweit: Im Beisein de damaligen Bürgermeisters Wollenberg und etwa vierzig Mitglieder und Gäste wurde die Tennisanlage am Kaisergehölz eingeweiht. Mit einem Glas Sekt stieß man auf das weitere gute Gedeihen des Tennisclubs an.

                       Unser 3. Platz. Im Hintergrund das „Erikabad“, das im Herbst 1968 der Spitzhacke zum Opfer fiel.
                       Unser 3. Platz. Im Hintergrund das „Erikabad“, das im Herbst 1968 der Spitzhacke zum Opfer fiel.

1933     Die Anfänge

liegen bereits im Jahre 1933. Damals gründete der Neustädter Rechtsanwalt Dr. Bodo Voss den Tennisclub „Grün-Weiß“. Ein einziger Tennisplatz, unter hohen Bäumen an der „Seeburg“ gelegen, diente den etwa 25 Erwachsenen und Jugendlichen zu sportlichem Tun. Der familiäre Charakter dieses Clubs blieb in den 19 Jahren seines Bestehens immer gewahrt. Man holte nicht nur untereinander die ersten Lorbeeren, sondern ging auf Turniere nach Segeberg, Oldesloe, Mölln, Eutin und Oldenburg. Als dann 1952 der Tennisplatz dringenden Parkraumbedürfnissen des Grundstückinhabers weichen musste, konnten die Tennisspieler ihre Rackets buchstäblich an den Nabel hängen.

 

Jedoch mit der Einstellung des Spielbetriebes ruhte nicht der Gedanke, den Tennissport in Neustadt in größerem Rahmen wiederaufleben zu lassen, und es ist zweifellos das Verdienst eines „Zugereisten“, dass die Gedanken in die Tat umgesetzt wurden. Am 30.1.1959 fand auf Einladung des Arztes Dr. Gunther Sarnow im Hotel. „Holländersruh“ eine erste Zusammenkunft von 10 Herren statt, die die Neugründung eines Tennisclubs für durchführbar und erfolgversprechend hielten.

Mitglieder des Tennisclubs „Grün-Weiß“ von 1933 beim Turnier in Eutin 1934.
Mitglieder des Tennisclubs „Grün-Weiß“ von 1933 beim Turnier in Eutin 1934.
              Der ehemalige Tennisplatz an der Seeburg.
              Der ehemalige Tennisplatz an der Seeburg.

Sensationelle Fotoaufnahmen aus den 70igern sind vom Tennisclub aufgetaucht. Volker Kummerfeld hat sie dem Club zur Verfügung gestellt. Zum Zeitpunkt der Aufnahmen hatte der Club nur 3 Plätze und auch das Clubhaus sah irgendwie anders aus.

 

Wer sich noch erinnern kann und darüber hinaus eigene Fotoaufnahmen aus der "damaligen Zeit" hat, möge sich bitte melden. Archivmaterial suchen wir mehr denn je.


Der Zeitzeuge

             Erika und Hans Lehmann.
             Erika und Hans Lehmann.

Nur einer der zehn Gründerväter lebt heute noch. Hans Lehmann, nunmehr im 85. Lebensjahr, erinnert sich an wirklich historische Tenniszeiten in Neustadt:

 

„Neustadt hatte einen Tennisplatz. Einen Ascheplatz vor der Seeburg, an der Stätte der späteren Parkplätze. Als Balljunge durfte ich dabeisein, und für uns galt es als Privileg, bei den Doktores Bälle zu sammeln und auch das Taschengeld aufzubessern. Die ersten Trainerstunden erhielt ich von Rechtsanwalt Bodo Voss. Leider endete der Spaß mit Kriegsbeginn und als ich dann mit 18 Jahren eingezogen wurde.


Nach meiner Ausbildung und der Übernahme der Praxis meines Vaters war es Dr. Sarnow, der die neue Tennisära einläutete. Er war der Boss, der Spiritus Rektor. Als dann die beiden ersten Plätze am Kaiserholz eingeweiht wurden, fehlte noch ein Clubhaus. Umgezogen wurde sich in einem kleinen Unterstand, bei Regen flüchteten wir unter die Linden. Mein erster Schläger? Ein Maxplay. Die Bälle - ein Sechserkarton - mussten eine ganze Saison halten.


Wir liebten unseren Tennissport. Gegen Ende der Praxis wurde sich verabredet, und das Wochenende spielte sich mit unseren Familien überwiegend auf und an den Plätzen ab. Natürlich, die Punktspiele in der 1. Herrenmannschaft kamen hinzu. Mit Kaeselau, Schüller, Morschheuser. Wir spielten gegen Oldenburg oder Eutin, in Kellenhusen sogar auf nur einem Platz. Eine Dusche gab‘s dort nicht, dafür einen Eimer Wasser, in dem wir die Füße wuschen. Es waren herrliche Zeiten!“

Die Vereins-Chronik seit der Gründung im Jahr 1959

1959 Neugründung des Tennisclub „Grün-Weiß“ e.V. von 1933, Mitglied des

         Landessportverbandes und des Kreissportverbandes
1960 Bau von zwei Tennisplätzen und Spielbeginn
1961 Bau der Trainingswand / Durchführung des 1. Clubturniers,

         Aufnahme in den Stadtjugendring als stimmberechtigtes Mitglied
1962 Gärtnerische Gestaltung der Anlage / Antrag auf Baugenehmigung eines Sportheimes
1963 Kreistennisverband gegründet / Teilnahme der Junioren an

         Punktspielen (Kleine Henner-Henkel-Spiele)
1964 Einweihung des Clubhauses / Aktion „Tannenbaum“
1965 Aktion „Rosen und Terrassenplatten“ / Teilnahme der Herren an

         Punktspielen (Kleine Medenspiele)
1966 Antragstellung zum Bau eines dritten Platzes / Der Clubraum wird eingerichtet
1967 Einbau einer Gasheizungsanlage
1968 Bau und Fertigstellung des dritten Platzes
1969 Das Clubhaus erhält Fernsprechanschluss
1977 Bau des 4. Platzes als Hartplatz
1978 1. Vorsitzender Dr. Sarnow gibt sein Amt nach 19-jähriger Führung des TC ab
1979 Bau des 5. Platzes / Einbau der Beregnungsanlage auf vier Plätzen
1980 Einführung des fünfstündigen Arbeitsdienstes bzw. Zahlung von 30,- DM

1981 Erstmalige Spielmöglichkeit in der Tennishalle Neustadt / Ende des Trainings

         in der Gogenkrog-Halle
1982 Umbau des Hartplatzes Platz 4 in einen Sandplatz / Umbau im Clubhaus:

         Doppelte WC- und Duschanlage, Vergrößerung Herren-Umkleideraum / Aufstellung

         Garage als Geräteschuppen
1983 Einführung von Spielerpässen
1984 Max Kuhl 20 Jahre im Vorstand als Schriftwart

1985 Jugendkreismeisterschaften auf der Anlage des TC Grün-Weiß (135 Teilnehmer)

1986 Clubhauserweiterung abgeschlossen: Ein zusätzlicher Clubraum, neuer Sanitärbereich,

         Vergrößerung des Damen-Umkleideraumes / Anschaffung einer Ballwurfmaschine
1987 Internationales Jugendturnier beim TC GW

1988 Hans-Gert Mahrholz wird von Fritz Schramm als 1. Vorsitzender abgelöst

1989 30-jähriges Jubiläum / der Verein erhält einen Fahnenmast und eine Clubflagge /

         das Sommerfest findet erstmalig in einem Festzelt auf der eigenen Anlage statt

1990 Einführung der Ehrennadel für 25-jährige Mitgliedschaft / Umbau des Damen-

         Umkleideraumes

1991 Neue Kleiderordnung: Bei Turnieren im Verein wird vorwiegend weiße Tenniskleidung Pflicht
1992 Einführung einer Damen-Liga
1993 Einführung des „Frühstückstennis“ als Kombination von Sport und Geselligkeit
1994 Stadtmeisterschaft anlässlich der 750-Jahr-Feier Neustadts / Hans-Gert Mahrholz

         und Max Kuhl werden zu Ehrenmitgliedern ernannt
1995 Einführung von Jugend-Patenschaften zur Förderung der Jugendlichen
1996 Fritz Schramm tritt als 1. Vorsitzender zurück
1997 Jürgen Köppe neuer 1. Vorsitzender / Hans-Gert Mahrholz wird zum Ehrenvorsitzenden

         ernannt
1998 Erwin Grieb wird zum 1. Vorsitzenden gewählt
1999 40-jähriges Jubiläum / die Herren 50 steigen in die Regionalliga auf
2000 Wechsel in der Jugendabteilung: Trainer Markus Janner und

         Jugendwartin Viola Heidelberg übernehmen die Jugendarbeit / die Tennishalle

         am Holm wird geschlossen, der Spielbetrieb verteilt sich auf die umliegenden Hallen
2001 Stadtverordnetenversammlung genehmigt den Bau des 6. Platzes / Anerkennung des

         neuen Pachtvertrages
2002 Neubau des 6. Platzes / Grundsanierung von Platz 1-3 / Finanzierung durch Eigenmittel,

         Zuschüsse und Bausteine / Anhebung der Mitgliedsbeiträge
2003 Clubwirt Hengo Schneider tritt nach 17 Jahren in den Ruhestand / Jugendförderpreis der

         Lübecker Nachrichten mit Scheck über 500 Euro für hervorragende Jugendarbeit
2004 Zuschüsse für Hallenkosten bei den Winter-Punktspie- len nur noch für die 1. Damen- und 1.

         Herrenmannschaft /Herr und Frau Schneider werden Ehrenmitglieder
2005 TC Grün-Weiß erstmalig erfolgreichster Verein bei den Jugendkreismeisterschaften mit 5

         Titeln im Sommer und 4 im Winter / neue Besprengungsanlage wird angeschafft
2006 Vereinsmitglieder zwischen 14 und 65 Jahren müssen einmal im Jahr Arbeitsdienst leisten

         oder eine Abgabe von 20 Euro zahlen
2007 Anhebung der Mitgliedsbeiträge / das Rauchen im Clubhaus wird untersagt
2008 Erneuerung des Fußbodens im Clubhaus / Installation einer Solaranlage auf dem Dach
2009 50-jähriges Jubiläum mit Festwoche und Galaabend /Abschaffung der Aufnahmegebühr /

         der Verein bekommt einen Internet-Auftritt / Hans Lehmann wird zum Ehrenmitglied ernannt

Ämter

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Der Spielbetrieb

war im Sommer 1960 in vollem Gange. Wie erwartet, war das Interesse groß, und etwa 38 Erwachsene und 40 Jugendliche benutzten die schöne Anlage. Den Anfängern wurde zur Auflage gemacht, fünf Trainerstunden zu absolvieren, ehe sie untereinander die Bälle wechseln durften. 1961 stieg die Mitgliederzahl schon auf 100 Personen, und das waren, gemessen an zwei Plätzen, schon zu viele. Selbst wenn man berücksichtigt, dass viele Damen die Vormittagsstunden zum Spielen nutzten und die Jugend die ihr vorbehaltene Zeit zwischen 13.00 und 17.00 Uhr einigermaßen einhielt, mussten zu den Hauptspielzeiten zwischen 17.00 und 20.00 Uhr längere Wartezeiten in Kauf genommen werden.

 

Darüber liest man im Protokoll der Jahreshauptversammlung vom 6.3.1961: „Bei großem Andrang auf den Plätzen darf ein Einzelpaar nur eine halbe Stunde, ein Doppelpaar eine Stunde spielen. Danach muss der Platz für die Nachfolgenden geräumt werden. Die Eintragung in das Spielbuch bleibt bestehen.“

 

Mit dem Spielbuch hatte es folgende Bewandtnis: Jeder aktive Spieler musste eintragen, zu welcher Zeit, mit wieviel Personen und wie lange er den Platz in Anspruch genommen hatte. Man wollte mit dieser Regelung Ungerechtigkeiten vorbeugen, die durch allzu häufige Benutzung der Plätze durch einzelne Spieler entstanden waren. Bewährt hat sich diese Einrichtung nicht, und als der eigens für diese Zwecke gefertigte, an der Innenwand der Umzäunung angebrachte Kasten den Witterungseinflüssen nach ein paar Jahren zum Opfer fiel, gehörte auch das viel belächelte Spielbuch der Vergangenheit an.

 

Inzwischen sind die einzelnen Tennisfelder mit Uhren ausgerüstet, deren große Zeiger zu Beginn des Spielens auf die entsprechende Uhrzeit eingestellt werden – für jeden Später- kommenden gut überschaubar. Als Grundregel gelten für das Einzel 45 Minuten, für das Doppel 60 Minuten Spieldauer. Um mehr Trainingsmöglichkeiten zu schaffen, wurde 1961 eine Übungswand gebaut, dahinter – auf besonderen Wunsch der Damen – ein Regenschutzdach. Die Kosten beliefen sich auf 5.000,- DM, Mittel, die aus einem Sonderfond des damaligen Innenministers Dr. Lemke stammten.

Die Beliebtheit unseres Tennisclubs hat sich in den folgenden Jahren noch gesteigert, was sich in der wachsenden Mitgliederzahl widerspiegelt. Zurzeit haben wir etwa 380 Mitglieder, davon 110 Jugendliche bis 21 Jahre. Da für diese Spielbegeisterten die Platzkapazität nicht ausreichte, wurde 1976 ein 4. Platz gebaut, 1986 folgte daneben der 5. Platz, und nach langem Ringen konnte dann 2003 auch der 6. Platz eingeweiht werden. Der Spielbetrieb auf unserer Anlage ist auch nach 50 Jahren noch sehr rege. Der Mitgliederschwund, den andere Tennisclubs unserer Region zu beklagen haben, ist an unserem Verein glücklicherweise bisher vorbeigegangen. An zwei Vormittagen wird auf 3 Plätzen das beliebte „Frühstückstennis“ gespielt, wo man sich nach gemischten Doppel-Runden an ein reichliches Frühstücksbüffet setzen kann. Platz 4 ist in den letzten zehn Jahren zum „Trainerplatz“ geworden, auf dem unser Vereinstrainer vormittags mit Erwachsenen und nachmittags mit den Jugendlichen trainiert. Die steigenden Mitgliederzahlen im Jugendbereich machten es notwendig, nachmittags noch einen weiteren Platz für einen Co-Trainer zu reservieren.

Im Mai und Juni steht der Spielbetrieb im Zeichen der Medenspiele. An den Wochenenden, und neuerdings auch am Mittwochvormittag, tragen 9 Mannschaften auf unserer Anlage ihre Punktspiele aus. Um ihnen eine regelmäßige Trainingsmöglichkeit zu bieten, steht ihnen einmal pro Woche für zwei Stunden ein fester Trainingsplatz zur Verfügung. Neben dem Leistungstennis kommen aber auch Spaß und Geselligkeit nicht zu kurz. Zu Pfingsten und im September finden seit Jahren die beliebten und immer gut besuchten Kuddelmuddel-Turniere statt.

2009: Bei bestem Pfingstwetter konnte Sportwart Roland Jahnke im Namen des Vorstandes auf der Tennisanlage des Neustädter Tennisclubs Grün-Weiß über 50 tennisbegeisterte Spielerinnen und Spieler aller Alterklassen begrüßen. Im sportlich fairen Wettkampf konnten Jung und Alt ihre Kräfte in einzelnen Mixed-Paarungen messen. Man spielte aufgrund der hohen Teilnehmerzahl bis in die frühen Abendstunden. Der Spaß stand an erster Stelle dieses Kuddel-Muddel-Turniers.

 

Am Ende wurden unter den Teilnehmern Preise verlost. Antje Fiebelkorn und Gerd Michel erhielten den Preis für ihren über drei Jahre dauernden gemeinsamen Turniereinstieg, Birte Gosch und Andreas Schmidt für das erste gemeinsame Mixed auf der Anlage und Uschi und Bernd Schlüter für besonders nettes Spielen und viel Vereinsengagement. Anschließend wurde unter Leitung der neuen Vereinsgastronomie gegrillt und die Mitglieder fürstlich bewirtet.

Reichlich Spaß in unserem Club

                                    Fröhliches Kuddel-Muddel-Turnier beim TC Grün-Weiß Neustadt am 31. Mai 2009.
                                    Fröhliches Kuddel-Muddel-Turnier beim TC Grün-Weiß Neustadt am 31. Mai 2009.

Die Jahre 1984 – 1996

Leistungsorientierung in der Jugendarbeit und Geselligkeit fördern den Gemeinschaftsgeist von Alt und Jung.

 

Es war die Zeit, als Boris Becker, Steffi Graf, Michael Stich u.a. in Deutschland und auch in Neustadt eine Begeisterung für den Tennissport auslösten. Der TC Grün-Weiß profitierte von dieser Begeisterung. Viele Kinder und Jugendliche drängten in den Club. Die Jugendwartin Monika Bremer organisierte ein intensives, vereinsinternes Jugendtraining und gewann dafür als Trainer die Mitglieder Erwin Grieb und Otto Bösherz, später dann Gerd Schulte und Nils Schramm.

 

Die Leistungsfortschritte zeigten sich sehr schnell durch die Erfolge einzelner auf Kreis- und Bezirksebene, was zu weiterer Förderung durch Sondertraining auf Kreisebene bei Mike Schürsbesmann in Timmendorfer Strand führte. Mit den Erfolgen der Kinder wuchsen die Freude und das Engagement der Eltern. Zusätzliche Kosten für Wintertraining in der Halle, Fahrten zu den Punktspielen und Turnieren wurden übernommen. Die Anwesenheit von Mutter oder Vater bei den Spielen war eine Selbstverständlichkeit, denn viele Eltern waren aktive Mitglieder. So kam es erfreulicherweise auch zu vielen Tennisbegnungen der Eltern mit bzw. gegen ihre Kinder.

 

Über einige Jahre wurde dann mit viel Spielfreude und Ehrgeiz im „Mutter-Vater-Kind-Turnier“ gekämpft. Eine großartige, pädagogische Idee und erfolgreiche Maßnahme! Auf Initiative des Sportwartes Gerd Wenkel kam es 1988 zu einem internationalen Jugendturnier auf unserer Anlage. In Zelten oder im Gymnasium waren die Mannschaften aus Dänemark, Österreich und Niedersachsen untergebracht, im Clubhaus wurde gefrühstückt. Die Mannschaften aus der Nachbarschaft (Eutin und Stocksdorf), wie auch unsere Jungen- und Mädchenmannschaften vervollständigten den Teilnehmerkreis. Die Jugendbegegnung auf und außerhalb des Platzes war von großem Erlebniswert.

 

Zu den Leistungsträgern zählten:
Frank Cordes, Ron Wittmack, Dirk Weber, Nils Schramm, Markus Janner, Melf Diedrichsen, Kolja Hause, Jens Westen und Oliver Krüger, bei den Mädchen waren es: Melanie Marsen, Susanne Müller, Frederike Schulze, Petra Boller, Sonja Bremer und Ines Dittmer.

 

Die Geselligkeit im Club wurde auf ganz unterschiedliche Weise gepflegt. Die Clubfeste: Noch aus der Zeit unter dem Vorsitz von Dr. Sarnow und H.-G. Mahrholz galten die Feste in der traditionellen Form mit Abendgarderobe in der „Seeburg“ oder „Stadt Kiel“ in Neustadt als gesellschaftliche Ereignisse. Ab 1989 gab es einen Wandel zu einem Fest im festlichen, legeren Rahmen im Anschluss an die Clubmeisterschaften. Viel Arbeit, großes Engagement und unermüdliche Hilfsbereitschaft fast aller ermöglichten ein unvergessenes, stimmungsvolles Fest bis in die Morgenstunden im Zelt und Clubhaus.

 

Die Clubmeisterschaften waren immer der sportliche Höhepunkt der Saison. Die Spiele zogen viele Zuschauer auf die Anlage. Die Endspiele in den ersten Jahren noch mit Schiedsrichtern auf dem „Hochsitz“ waren geprägt von gutem, interessantem Tennis. Unvergessen sind auch die vielen Skatturniere und Skatrunden im Clubhaus. Fast täglich versammelten sich die Skatspieler um die run- den Tische. Lautstark, fröhlich oder verstimmt über eigene Fehler oder die der anderen wurde hier gelegentlich härter gekämpft als auf dem Platz.

 

Kuddel/Muddel Turniere, Frühstückstennis der Damen, Fahrradtouren und Grillabende trugen ferner dazu bei, dass im Club eine respektvolle, von gegenseitiger Achtung getragene Atmosphäre herrschte. In Erinnerung werden wohl bei allen Beteiligten - die Kinder waren in den ersten Jahren dabei - folgende Fahrradtouren bleiben: Zum Hünengrab in der Nähe von Sievershagen (sensationelle Steinbeilfunde), zum Lachsbach (wie gewohnt, ein vorbildlicher Grillservice von Hengo Schneider und Heinz Renner) mit Abschlusstreffen im „Pfefferkrug“ oder die Tour mit dem Tandem, als Gerd Wenkel aufgrund seiner Krankheit die Beine noch nicht wieder belasten konnte.

 

Viele gemeinsame Vorhaben und Erlebnisse über den Tennissport hinaus führten zu einem guten Gemeinschaftsgeist, sie waren die ergänzenden Faktoren des aktiven Vereinslebens. Schwer trafen uns die Schicksalsschläge der aktiven Mitglieder, denen ich an dieser Stelle besonders gedenken möchte, denn ihr Tod kam unerwartet, er hat sie aus unserer Mitte gerissen und uns alle sehr getroffen. Ihre Namen stehen stellvertretend für alle, die in den 50 Jahren TC Grün-Weiß Neustadt gestorben sind, wir wollen ihr Andenken in Ehren bewahren: Heinz Cordes, gest. am 26.6.89 (51 Jahre), Angelika Schumacher, 5.11.96 (43 Jahre), Manfred Ehlers, 8.8.97 (56 Jahre), Jochen Beth, 26.6.98 (65 Jahre), Willi Sigg, 8.9.98 (60 Jahre), Karl-Heinz Westen, 22.3.99 (55 Jahre), Renate Bark, 3.12.02 (61 Jahre), Dieter Severin, 3.3.04 (68 Jahre).

 

Es sei mir erlaubt, abschließend für den Vorstand zu damaliger Zeit, den Mitgliedern besonders zu danken, die für alle sportlichen und geselligen Belange viel Zeit, Mühe und unermüdlichen Einsatz aufgewandt haben, damit alle Mitglieder sich auf der Anlage und im Club wohl fühlen konnten und zu ihrem Recht kamen. Es sind dies der langjährige Sportwart Gerd Wenkel (heute noch Platzwart), Gerd Schulte als Kassenwart, Jugendtrainer, Platzwart und der Clubwirt Hengo Schneider mit seiner Ehefrau, die den Club und das Clubhaus als zweiten Zuhause betrachteten, und wir alle - Kinder und Erwachsene - wie ihre persönlichen Gäste empfangen und behandelt wurden. Es galt für sie immer das Motto „Stil und Form“!

 

Möge der TC Grün-Weiß sich diese Grundlagen von Leistungsorientierung, Geselligkeit und gewachsenem Gemeinschaftsgeist erhalten.

 

Fritz Schramm,

2. und 1. Vorsitzender in dieser Zeit

 

Zuschauer bei den Jugend-Punktspielen. Sitzend (v.l.): Hans-Gert Mahrholz, Marie-Luise Mahrholz, Ursel Kuhl, Heidemarie Hartmann, stehend (v.l.): Mara Kuhlmann, Gerda Kaeselau

Skatrunde im Clubhaus.

Gerd Wenkel und Fritz Schramm auf dem Tandem.

Schiedsrichter Horst Bremer auf dem Hochsitz.

„Hut und Brille“ (Gerd Michel und Erwin Grieb) mit ihren eigenwilligen Songs auf dem Clubfest.

Siegerehrung im Zelt. (v.l.): Kolja Hause, Jens Westen, Gerd Wenkel, Dörte Ehlers, Fritz Schramm, Erika und Peter Marsen


Die neuen Tennisplätze

1979 wurde unsere Anlage um einen 5. Platz erweitert. Trotzdem kam es in den kommenden Jahren bei dem regen Spielbetrieb und der intensiven Jugendarbeit immer wieder zu Wartezeiten.

 

Zur Saisoneröffnung 2002 konnte dann endlich der 6. Platz eingeweiht werden, der in abgesenkter Lage neben dem 5. Platz errichtet wurde. Gleichzeitig wurden die Plätze 1-3 grundsaniert. Die Finanzierung erfolgt durch Eigenmittel, Zuschüsse und „Bausteine“.

 

Okay für 6. Tennisplatz
Im „der reporter“ stand am 9. Januar 2002: Die unendliche Geschichte hat ein Ende
„Es ist gut gelaufen!“ Erwin Grieb, der 1. Vorsitzende des Tennisclubs „Grün-Weiß“ e.V. klingt erleichtert und meint, dass da- mit die „unendliche Geschichte“ ein Ende haben dürfte. Nach 10 harten Verhandlungsjahren kann nun der 6. Tennisplatz gebaut werden. Am vergangenen Donnerstag stimmten die

 

Vereinsmitglieder auf einer außerordentlichen Hauptversammlung nach ausführlicher Diskussion einstimmig dem von der Stadt vorgeschlage- nen Pachtvertrag zu. Im Mai 2001 hatte die Stadtverordnetenversammlung mehr- heitlich die 4. Änderung des Bebauungsplanes „Erikabad- gelände“ und damit auch den 6. Tennisplatz des TC Grün- Weiß beschlossen. Jetzt hat der TC Grün-Weiß-Vorstand Handlungsfreiheit, kann die Finanzierung absichern und die Aufträge vergeben. Erwin Grieb hofft sehr, dass mit dem Bau des Platzes im Frühjahr begonnen und er bereits zur diesjährigen Saison eröffnet werden kann, was baulich kein Problem wäre. Die Finanzierung soll in Form von Bausteinen abgesichert werden. Ein Baustein kostet mindestens 50 Euro (nach oben sind keine Grenzen gesetzt).

 

In diesem Zusammenhang wünscht sich Erwin Grieb natürlich sehr, dass möglichst viele und genügend Bausteine gezeichnet werden. Im März, wenn die Jahreshauptversammlung stattfindet, möchte der Vorstand einen konkreten Finanzierungsplan vorlegen. Die Kosten für den neuen Platz liegen bei zirka 30.000 Euro, hinzu kommt die Summe für die dringend erforderliche Sanie- rung der Plätze 1 bis 3, die voraussichtlich bei 35.000 Euro liegen wird. Jetzt stehen noch die Baugenehmigung aus und die Verhandlungen um Förderzuschüsse mit dem Kreis.

                    Der Bau des 6. Platz beginnt
                    Der Bau des 6. Platz beginnt
                 Ein Prosit auf unseren 6. Platz.
                 Ein Prosit auf unseren 6. Platz.

Unsere Platzwarte

          Unser Platzwart Gerd Schulte
          Unser Platzwart Gerd Schulte

könnte man ein dickes Buch schreiben, sagte Herr Dr. Sarnow in seiner Abschiedsrede aus Anlass seines Rücktrittes am 21.2.1978 nach 19-jähriger Tätigkeit als 1. Vorsitzender. Ich zitierte: „Nr. 1 war Frau Dittberner, ein Original. Sie wohnte in dem damals noch vorhandenen Erika-Gebäude und beobachtete von ihrem Fenster aus genau die Vorgänge auf den Plätzen. Machten Jugendliche Dummheiten oder zeigten sich gar Fremde auf dem Gelände, dann ertönte ihre laute Stimme und sie rief alle zur Ordnung. Nach dreijähriger Tätigkeit für uns musste sie aus gesundheitlichen Gründen aufhören. Danach wechselten die Platzwarte fast jährlich.“ Die Platzwarte der späteren Jahre waren und sind: Herr Bargholz, Frau Möller, Ehepaar Lagievka, Herr Gutzeit, Frau Wassmann, Herr und Frau Boller (wobei die Damen immer für Haus und Küche zuständig waren oder es noch sind). Auf Herrn Boller folgte 1986 Willi Teuchert. Danach, seit 1994, ist Gerd Schulte der Herr über nunmehr sechs Plätze auf einer wunderschön gelegenen und gepflegten Anlage. Über ihn stand in einer Serie der Lübecker Nachrichten („Seele im Verein“) am 18. Juni 1997 unter der Überschrift „Ein Allrounder auf dem Platz“ zu lesen:

 

Auf seine Vielseitigkeit hält sich Gerhard Schulte einiges zugute. In verschiedenen Sportarten hat sich der 54-Jährige bereits erfolgreich versucht, bevor er sich ganz aufs Tennis verlegte. Auch im Handwerklichen lässt sich der gebürtige Westfale nicht so leicht etwas vormachen. Doch als der Vorstand des TC Grün-Weiß ihm das Amt des Platzwartes antrug, fragte er sich trotzdem: „Ob man das alles so heckt?“

 

Die anfänglichen Zweifel hat Gerd Schulte längst überwunden. „Es ist alles wunderbar gelaufen.“ Mit Hingabe pflegt und verwaltet der ehemalige Marinesoldat die 5300 Quadratmeter große Anlage, die er stolz als die „schönste in Schleswig-Holstein“ bezeichnet. Die Arbeit an den fünf Sandplätzen, einem Miniplatz und dem Clubhaus mit Blick über die Neustädter Bucht lässt sich „hecken“. Nicht zuletzt, weil in dem Tennisclub alle möglichen Handwerksberufe vertreten sind und die Mitglieder dem Platzwart mit Rat und Tat zur Seite stehen.

 

Weil die Arbeit auf unserer stets wachsenden und immer gut besuchten Anlage für eine Person allmählich zuviel wurde, bekam er Unterstützung durch seinen Assistenten Günter Gregorius, dessen Nachfolger dann Gerd Wenkel wurde.

Das Clubhaus

Die Frühstücksdamen im Clubhaus. Vorne am Tisch (v.l.): Marion Feld, Christa Potzeldt, Irmhild Tscherny, Heidi Bruhn, Hannelore Diestel.
Die Frühstücksdamen im Clubhaus. Vorne am Tisch (v.l.): Marion Feld, Christa Potzeldt, Irmhild Tscherny, Heidi Bruhn, Hannelore Diestel.

Das Clubhaus ist vielseitig verwendbar: Im Sommer dient der große kühle Raum mit dem herrlichen Ausblick auf Tennisplätze und Hafenausfahrt als Aufenthaltsraum und der Jugend als „Beatschuppen“, im Winter wird er zum Tischtennisspielen oder als Tagungsort für Clubveranstaltungen genutzt. „Wichtigster Bestandteil des neuen Hauses sind die beiden Dusch- und Umkleideräume ...“ so stand es zu lesen in der kleinen Festschrift von 1969 zum 10-jährigen Bestehen von „Grün-Weiß“. Ein „großer, kühler Raum“ blieb der Bau noch lange Jahre. Er wurde im Spätherbst 1963 nach den Plänen von Herrn Jüppner und unter der Regie von Herrn Scherf (†) gerichtet und im Sommer 1964 fertiggestellt. Die Einrichtung war zunächst einfach, aber zweckmäßig. Erst die Aktion „Unser Haus soll wärmer werden“, von Herrn Robert Kahl (†) ausgeführt und zusammengetragen, erbrachte die erforderliche Summe, die zum nachträglichen Einbau einer Gasheizung nötig war. Aktionen ähnlicher Art verhalfen uns zu einem inzwischen stattlichen Tannenwald als Sichtschutz, zur plattenverlegten Terrasse und zu dem Rosenbeet vor dem Clubhaus.

 

Verschönerungsappelle in den zurückliegenden Jahren verhallten nicht ungehört: Teppichfußboden, Hängelampen, der Einbau einer Bar, Beschaffung von Terrassenmöbeln und einer über die ganze Fensterfront ausfahrbaren Markise sorgten für eine wohnliche Atmosphäre. Die ständig ansteigende Zahl der Mitglieder Anfang der achtziger Jahre veranlasste den Vorstand, über einen Erweiterungsbau des Clubhauses nachzudenken. Die Pläne dazu entwarf wiederrum unser Mitglied Herr Jüppner. Das Vorhaben scheiterte jedoch an einer Absage der Stadt Neustadt auf Gewährung von Zuschüssen.

 

Der dann abgeschlossene 1. Abschnitt des Erweiterungsbaus der Dusch- und Toilettenanlagen sowie die Aufstellung eines Geräteschuppens geschah mit Zuschüssen des Landestennis- und Kreissportverbandes sowie mit der tatkräftigen Mithilfe einiger Clubmitglieder. 1986 konnte das erweiterte Clubhaus dann endlich eingeweiht werden. Mit einem zusätzlichen Clubraum und einer Vergrößerung der Küche und des Damen-Umkleideraumes ist nun ausreichend Platz für das rege Clubleben. Die Küche wurde 2003 erneut modernisiert und für den Clubraum eine neue Bestuhlung angeschafft. Auf der Jahreshauptversammlung im März 2007 wurde der Clubraum zur „Nichtraucherzone“ erklärt. Zum Saisonbeginn 2008 wurde der abgenutzte Teppichboden durch einen strapazierfähigen PVC-Bodenbelag ersetzt und zur Einsparung von Energiekosten auf dem Dach eine Solaranlage installiert.

Der gute Geist

            Marga und Hengo Schneider
            Marga und Hengo Schneider

„Hat‘s denn geschmeckt, meine Herren?“. „War es denn recht so, meine Damen?“. „Na, mein Püppchen, was kann ich denn für dich Gutes tun?“. „Aber, aber, ein bisschen Stil und Formen müssen doch wohl sein!“

 

Zitate, so oder ähnlich, fein und hintersinnig, hat sie über 18 Jahre Hengo Schneider serviert. Über ein Drittel der neueren Geschichte des TC Grün-Weiß war „Hengo“ unser Clubwirt, unterstützt von seiner Frau Marga. Im August 2003 wurden beide in den verdienten Ruhestand verabschiedet - als Ehrenmitglieder, und mit einer Laudatio vom Vorsitzenden Erwin Grieb.

 

Hier einige Auszüge aus dieser bewegenden Rede: „Wer sich erinnern kann - das Jahr 1986 hatte zwei große Ereignisse in der Tenniswelt: Boris Becker gewann Wimbledon zum zweiten Mal, und in Neustadt hatten wir so etwas ähnliches wie einen Sechser im Lotto. Hengo und Marga übernahmen die Clubbewirtung.

 

Bis dahin waren wir hierin mit Sicherheit nicht gerade verwöhnt worden. Da standet Ihr zwei, der Tennissport war für Euch eine unbekannte Welt und von heute auf Morgen solltet Ihr mit Leuten umgehen, wo jeder ein kleiner Becker oder eine kleine Steffi war, und jeder alles im Detail wusste. Die erste Aufgabe stand ins Haus. Ein Medenspiel etwas älterer Damen, natürlich mit Essen. Du, Marga. Was ist ein Medenspiel? Warum das Essen erst nach dem Spiel? Das Ergebnis? Wie ein Lauffeuer ging es durch den Club: Hast du schon gehört, der neue Clubwirt? Beim Essen hatten wir das Gefühl, wir saßen in einem 4-Sterne-Hotel. Schnell hattet Ihr die Herzen der Mitglieder gewonnen und es hatte sich schnell herumgesprochen, dass hier eine Begegungsstätte ist, wo es sich lohnt, einmal hinzugehen, ohne Tennis zu spielen. Andere zu treffen, beim Bier oder Skat.

 

So gingen die Jahre ins Land. Stolz sprachst Du oft von „meinem“ Club. So wird uns nun allen etwas fehlen. Wir schreiben das Jahr 2003, und wieder passieren zwei weltbewegende Ereignisse: Im Tennis erklärt Pete Sampras seinen Rücktritt, und im gleichen Jahr gehen in Neustadt Hengo und Marga Schneider in den wohlverdienten Ruhestand. Hengo Schneider verstarb am 4. Dezember 2005

Die sportlichen Lorbeeren

ernten wir nicht nur auf unseren internen Clubturnieren, sondern auch auf Landes- und Kreisebene. Zum ersten Mal nahm 1965 eine Herrenmannschaft an den Medenspielen teil. Damals stellten wir sieben Mannschaften: Drei Herren- und zwei Damenmannschaften sowie eine Senioren- und eine Seniorinnenmannschaft. Besonders zu erwähnen sind die 1. Herren- und die Seniorenmannschaft, die schon in der Verbandsliga gespielt haben. Neben vielen guten Spielern und Spielerinnen ist Michael Kuhl zu nennen, der schon zweimal, 1981 und 1983, die Kreismeisterschaften gewinnen konnte. Die Wanderpokale, aus den Beständen des Tennisclub von 1933, konnten 1969 im Dameneinzel Sonja Gast und 1977 im Herreneinzel Gerd Neumann nach fünfmaligem Gewinn der Clubmeisterschaften in ihren Besitz nehmen. Sozusagen im Abonnement nahm Erika Marsen zum fünften Mal seit 1972 den von Frau Gast neu gestifteten Pokal in Empfang, während der von Herrn Neumann gestiftete noch wandert. Aber immer in der Nähe des Hauses Kuhl...

 

Das Jahresprogramm des Tennisclubs sah so aus: Im Sommer Teilnahme an oder Ausrichtung von: Medenspielen, Clubturnieren, Kreistennis-Ehepaarturnieren, Kuddel-Muddel- Turnieren und Ranglistenspielen. Im Winter: Hallentennis und Hallenturnier der 1. Herrenmannschaft und Kostüm-Kuddel-Muddel-Turnier.

 

Die späten 80er und die frühen 90er Jahre wurden geprägt von Namen wie Karsten und Ute Meyer, Berit Lembke, Barbara Kuhl und Christin Ehlers.

 

Danach bestimmte dann eine andere Generation die sportliche Szene. Neu war, dass Trainer aus Übersee nicht nur das Training leiteten, sondern auch am Punktspielbetrieb und an den Clubmeisterschaften teilnahmen. Jim Rogers und seine nordamerikanischen Assistenten lieferten sich mit Kolja Hause und Matthias Landmann spannende Endspiele. In dieser Zeit setzte auch die neue Frauenpower im TC-Grün-Weiß ein. Die Clubmeisterinnen kamen nun überwiegend aus der neuen Damen 30-Mannschaft, mit Anke Gläser, Viola Heidelberg, Barutha Dehn-Müller und Birte Rüder.

                    Ein Klassiker im Herrentennis: Clubmeisterschafts-Endspiel Kolja Hause gegen Matthias Landmann
                    Ein Klassiker im Herrentennis: Clubmeisterschafts-Endspiel Kolja Hause gegen Matthias Landmann

Im Jahr 2003 gab es dann doppelten Grund zur Freude. Die Damen 30 jubelten in der Sommersaison gemeinsam mit den Herren 30 über den Aufstieg in die Verbandsliga.

Damen 30 sind in die Verbandsliga aufgestiegen: Stehend (v.l.): Barutha Dehn-Müller, Ina Schneider, Viola Heidelberg, Ute Wiesenberg, Anke Gläser, Martina Jahnke, Birte Rüder, davor: Christine Schwill.
Damen 30 sind in die Verbandsliga aufgestiegen: Stehend (v.l.): Barutha Dehn-Müller, Ina Schneider, Viola Heidelberg, Ute Wiesenberg, Anke Gläser, Martina Jahnke, Birte Rüder, davor: Christine Schwill.

In den letzten drei Jahren hat sich der Nachwuchs aus den eigenen Reihen an die Vereinsspitze gearbeitet. Die Damenmannschaft, die sich mit zwei Spielerinnen aus Lensahn verstärkt hat, spielt ebenfalls in der Verbandsliga und die Schwestern Brit-Zina und Inga-Zoe Müller bescheren uns regelmäßig spannende Clubmeisterschafts-Endspiele im Damen-Einzel und Damen-Doppel.

                                                Die Besten im Damentennis: Inga-Zoe und Brit-Zina Müller.
                                                Die Besten im Damentennis: Inga-Zoe und Brit-Zina Müller.

Abseits der „jungen Wilden“ startet eine ungewöhnliche wie bemerkenswerte Erfolgsgeschichte einer Seniorenmannschaft in der langen Clubgeschichte. 1994, nach dem Abstieg in die Bezirksklasse, fragten sich die 45er-Herren: „Aufhören oder Angreifen?“ Letzteres passierte, und die Folge waren unter dem neuen Käpt‘n Christian Rabe fünf Aufstiege in Serie im Sommer und dazu drei im Winter, jeweils mit Erreichen der höchsten deutschen Spielklasse, der Regionalliga in der Halle (1999) und im Freien (2000).

 

Die Herren 50 stiegen 1999 in die Regionalliga (höchste deutsche Spielklasse) auf. Stehend (v.l.): Peter Marsen, Willi Timmer- mann, Rolf Seyer, Wolfgang Gallwitz. Sitzend (v.l.): Erwin Grieb, Werner Rohrbach, Norbert Becker und Kapitän Christian Rabe.
Die Herren 50 stiegen 1999 in die Regionalliga (höchste deutsche Spielklasse) auf. Stehend (v.l.): Peter Marsen, Willi Timmer- mann, Rolf Seyer, Wolfgang Gallwitz. Sitzend (v.l.): Erwin Grieb, Werner Rohrbach, Norbert Becker und Kapitän Christian Rabe.

Es wurden fünf erfolgreiche Jahre, auch mit Verstärkungen aus der Region wie Willi Timmermann und Werner Rohrbach. Aber auch mit TC-Urgesteinen wie Christian Rabe, Rolf Seyer, Erwin Grieb oder Peter Marsen, von denen Seyer seit mehr als 20 Jahren aus Bassum bei Bremen zu den Punktspielen anreist!

 

Einmalig auch dies für den TC: 2004 standen Rabe, Rohrbach und Timmermann in der deutschen Rangliste der Herren 55, und Rabe wurde im Freien wie in der Halle Landesmeister bei den 50er- und 55er-Herren. Heute, in teilweise neuer Besetzung, spielt man sowohl in der Halle als auch im Freien in der Nordliga.

Die Neustädter Jugendabteilung hat entgegen aller Trends in den letzten 10 Jahren einen 200%igen Mitgliederzuwachs vorzuweisen. Wenn 1999 noch 30 Kinder am Training teilnahmen, sind es im Jubiläumsjahr 95.

 

Unser Vereinstrainer Markus Janner führt mit seinen jugendlichen Co-Trainern von 14 – 18 Uhr auf zwei Plätzen das Jugendtraining durch. Mit fachlicher Kompetenz und viel Humor schafft er es, die Kinder so für den Tennissport zu begeistern, dass viele sogar 2-3 mal pro Woche zum Training kommen. Die Leistung kommt dabei natürlich auch nicht zu kurz. Jugendwartin Viola Heidelberg konnte in den letzten Jahren bis zu sechs Jugendmannschaften für die Teilnahme an den Punktspielen anmelden, von denen mehrere Tabellenerste wurden.

 

„Leistungsförderung durch Spaß am Spiel“ steht bei der Jugendarbeit im Vordergrund. Dass das Rezept aufgeht, zeigte sich im Sommer 2003. Der TC Grün-Weiß wurde für seine gute Nachwuchsarbeit mit dem Förderpreis der Lübecker Nachrichten und der AOK ausgezeichnet, der einmal monatlich an einen Sportverein im Lübecker Raum für besonderes Engagement im Jugendsport vergeben wird. Der Kundenfirmenbetreuer der AOK überreichte dem Verein zur Belohnung einen Scheck in Höhe von 500,- Euro.

 

Ein Höhepunkt der Saison sind immer die Jugendclubmeisterschaften. Mit viel Spaß und Freude, aber auch mit großem Einsatz zeigen die Kinder hier, was sie im Training gelernt haben.

Unsere Jugend

                                         Der TC Grün-Weiß gewinnt den Jugendsportförderpreis der LN und der AOK.
                                         Der TC Grün-Weiß gewinnt den Jugendsportförderpreis der LN und der AOK.

Eine Woche lang haben sie auf allen Plätzen Vorrang vor den Erwachsenen, die aber gern einmal auf einen freien Platz warten und sich über die spannenden Matches freuen.

 

Bei den Kreismeisterschaften gehörte der TC Grün-Weiß in den letzten Jahren zu den Vereinen mit der höchsten Teilnehmerzahl und im Sommer 2004 holten unsere Kinder sogar die meisten Titel im ganzen Kreis. Häufige Sieger waren: Brit-Zina und Inga-Zoe Müller, Antonia Gläser, Julia Sarnow, Vigdis und Svea Sela, Kim Halm, Ramona Heidelberg, Jessica Stosik, Frederik Hartz, Hannes Masurek und Robin Heidelberg, die sich damit auch für die Teilnahme an den Bezirksmeisterschaften qualifizierten. Inga- Zoe Müller ereichte hier zweimal das Endspiel und nahm an den Landesmeisterschaften teil.

 

Neben der Leistungsförderung kommt der Spaß im Verein aber auch nicht zu kurz: Für die Kleinsten (ab 3 Jahre) gibt es jedes Jahr ein „Kleinfeldturnier mit Spiel und Spaß“, wo sich die Jüngsten neben Mini-Tennis auch in verschiedenen Geschicklichkeitsübungen messen können. Außerdem werden Kuddel-Muddel-Turniere, Fahrradtouren und Faschingsfeiern angeboten. In der Sport-und Freizeithalle „happy-sport“ gab es für unsere Jugendlichen regelmäßig einen „Tag der offenen Tür“, wo sie neben Tennis auch andere Sportarten, wie Squash, Badminton, Tischtennis, Bowling und Tischtennis ausprobieren und an den Geräten im Fitness-Raum üben durften.

 

Ein Highlight war in jedem Mai die Fahrt zum Hamburger Rothenbaum-Turnier, wo die Kinder ihre Idole einmal aus nächster Nähe erleben durften. Eine Gruppe unserer Jugendlichen nahm dort mehrmals am sog. „Hexenkessel“ teil, d.h. sie unterstützten einen ihnen zugeteilten Spieler während der gesamten Dauer seiner Turnierteilnahme, je lauter desto besser. Einige Kinder hatten sogar die Chance, ihren Spieler beim Einlaufen auf den Center-Court zu begleiten oder mit ihm dort ein Rennen mit Fernsteuerautos zu fahren (siehe Foto).

Mai 2006: Auf dem Hamburger Center-Court besiegt Robin Heidelberg (14) die ehemalige Nr. 1 der Welt, Carlos Ferrero, im Fernsteuerauto-Rennen.
Mai 2006: Auf dem Hamburger Center-Court besiegt Robin Heidelberg (14) die ehemalige Nr. 1 der Welt, Carlos Ferrero, im Fernsteuerauto-Rennen.

An einem Wochenende im Juli schlägt jedes Jahr die Jugendabteilung des Wankendorfer Tennisvereins auf unserer Anlage ihre Zelte auf. Ein kleines Tennisturnier, eine Neustadt-Ralley, Baden und Zelten gehören zum Standardprogramm dieser beliebten Tennis-Camps. In Neustadt findet Tennis aber nicht nur innerhalb des Vereins statt: In den Sommerferien beteiligt sich die Jugendabteilung an der „Ferienpass-Aktion“ der Stadt und bietet eine Woche lang Tennistraining für interessierte Kinder aus Neustadt und Umgebung an.

 

                                             Die Teilnehmer des Tenniscamps 2006 mit ihren Betreuern.
                                             Die Teilnehmer des Tenniscamps 2006 mit ihren Betreuern.

Unter dem Motto „Jugend trainiert Jugend“ wird es unter der Anleitung des Vereinstrainers von unseren jugendlichen Co-Trainern durchgeführt. In Absprache mit dem Direktor des benachbarten Gymnasiums wurden im Sommer 2003 verschiedene Angebote im Bereich des „Schultennis“ ins Leben gerufen. Vor den Sommerferien bietet der Tennisclub nun regelmäßig für die 5.- 8. Klassen eine „Projektwoche Tennis“ an, in der neben praktischem Tennistraining auch die Theorie nicht zu kurz kommt. Im Rahmen der Initiative „Jugend trainiert für Olympia“ werden seit Jahren Schultennis-Mannschaften gemeldet, die aus Jugendlichen unseres Vereins bestehen und mit Schulen anderer Städte Mannschafts- wettkämpfe austragen.