Sommer 2016 : Landesliga : Herren-40 ... Landesliga-Vizemeister Sommer 2016

 Nicht auf dem Foto, dennoch im Einsatz: Norbert Müller, Hartmut Wildfang
 Nicht auf dem Foto, dennoch im Einsatz: Norbert Müller, Hartmut Wildfang

 Christian Müller
 Christian Müller

Uetersen - Neustadt 2:7                              02.07.2016

 

 

 

Tabelle - Spielbericht

 Dimitri Poliakov(UKR)-Christian Müller(SUI)
 Dimitri Poliakov(UKR)-Christian Müller(SUI)

Neustadt - Alsterquelle 2:7                       11.06.2016

A la bonne heure ... die Zuschauer kamen bei traumhaftem Tenniswetter aus dem Staunen nicht heraus ..... das war Tennis vom Feinsten. Die Gäste vom TC Alsterquelle hatten in ihrem Aufgebot den aus Kiew stammenden Ukrainer Dimitri Poliakov(1). Als Davis-Cupspieler war er bei den ganz großen Grand-Slam-Turnieren dabei. In der ATP-Weltrangliste kletterte er 1991 bis auf Platz 93. Selbst Boris Becker bezwang er im Doppel ... Ein tolles Match lieferten sich heute Christian Müller(1) und Dimitri Poliakov. Da schossen die Ballwechsel nur so von links nach rechts und Christian unternahm alles, um im Spiel zu bleiben. Er musste sich letztendlich der Klasse seines Gegenübers beugen. Auch das Einzel von Markus Janner(2) war eine Augenweide für sich und eine Werbung für den Tennissport, wenn auch es im Ergebnis zu seinen Ungunsten ausging. Kola Hause(6), heute auch wieder der Matchwinner, gewann sein Einzel mit 6:1 und 6:2 in den Sätzen. Bleibt noch zu erwähnen, das beide Ersatzleute im Einzel Hartmut Wildfang(4) und Norbert Müller(5) ihre Sache ganz ordentlich machten ..... der Altersunterschied 40/60 war jedoch einfach zu groß. Somit stand es nach den Einzeln 1:5 aus Neustädter Sicht. In den Doppeln dann ein etwas anderes Bild. Das Doppel-1 Chr. Müller/Klüver unterlag erst im Matchtiebreak mit 6:10. Das Doppel-3 Wildfang/N. Müller war dran, sie fanden aber leider kein funktionierendes Rezept zum knallharten Spiel der Gäste. Das beste zum Schluss zeigte das Doppel-2 mit Janner/Hause 7:6 6:4. Ein Doppel auf dem Niveau der 2. Bundesliga ..... so die anerkennende Geste der Gäste aus Alsterquelle, die diese Erfahrung in der 2. Bundesliga bereits machten. Derzeit steht das Neustädter Team in der Tabelle hinter Alsterquelle auf Platz zwei. Platz vier und fünf steigen ab. Der Klassenerhalt ist somit noch nicht sichergestellt, erst im letzten Spiel gegen Uetersen entscheidet es sich. (Hartmut Wildfang)

Tabelle - Spielbericht

Havighorst - Neustadt 2:7                          28.05.2016

Die Herren-40(1) haben bei Havighorst 7:2 gewonnen. Es punkteten Christian Müller, Dirk Weber-Klüver, Norbert Müller, Florian Rathke und Matthias LandmannDie Doppel C.Müller/Weber-Klüver und Landmann/Janner punkteten im Doppel. Mit diesem Sieg sind wir dem Klassenerhalt ein Stück näher gekommen. Am 11. Juni ab 14.00 Uhr spielt das Team im Heimspiel gegen den ebenfalls ungeschlagenen TC Alsterquelle. (Markus Janner)

Tabelle - Spielbericht

Neustadt - Aumühle-Wohltorf 5:4           21.05.2016

Im ersten Punktspiel der neuen Herren-40-Mannschaft in der Spielgemeinschaft Neustadt/Lensahn kam es auf heimischer Anlage gegen Aumühle-Wohltorf zum erwarteten spannenden Match beider Teams. Dreimal musste der Matchtiebreak die Entscheidung bringen. Es wurde alles an Dramatik im Tagesverlauf den Zuschauern gezeigt, was diese Sportart so explizit auszeichnet. Zum Geschehen: Ihre Einzel gewannen:

                 Markus Janner(2)        6:0 4:6 10:5

                 Kolja Hause(5)             6:1 6:2

                 Matthias Landmann(6) 6:0 6:0

Nach den Einzeln stand es 3:3 und die Doppel mussten die Entscheidung bringen. Das 1. Doppel mit Müller/Weber-Klüver gewann mit einem 6:4 und 6:3 in den Sätzen und das 2. Doppel mit Hause/Landmann(6) mit einem 6:3 5:7 10:3 in den Sätzen. Bleibt noch zu erwähnen, das die Gäste bis auf Platz eins auf den anderen Plätzen mit besseren LK`s besetzt war ..... das Team Neustadt/Lensahn setzt hier ein deutliches Signal für die kommenden Aufgaben.

 

Tabelle - Spielbericht

Mit großer Spannung und voller Erwartung trat die neue Spielgemeinschaft um „Lade“ und „Hannibal Markus“ das erste Punktspiel in der höchsten Landesspielklasse der Herren 40 auf eigener Anlage bei schönstem Wetter an. Bereits im Training war zu spüren, welcher Motivationsschub durch diese neue Konstellation freigesetzt wird - es wurde mit höchstem körperlichen und psychischen Einsatz gespielt und man konnte schon fast von einer wettkampfähnlichen Drucksituation sprechen: wer jemals nach einem weichen halbhohen Ball ins Halbfeld auf die Vorhandseite gespielt „Lade“ am Netz gegenübergestanden hat, weiß, was ich meine 😨!Nun also mit TuS Aumühle-Wohltorf der erwartet erste starke Gegner; in dieser Klasse und bei insgesamt nur vier Punktspielen kommt jedem Match Endspielcharakter zu!

 

Landmann ./. Steiff 6:0/6:0

Wir spielten gleichzeitig mit unseren (offenen, jungen - Danke NiNa!) Damen auf unserer wunderschönen Anlage, so dass Schönheit, Anmut und Spielstärke genauso vertreten waren wie brachiale Kraft und Testosteron im Überfluss. Letzteres nicht ganz so auf Platz 3, wo Matthias auf den schon aus der Winterspielrunde bekannten Steiff traf. Beide wussten, wie die Kräfteverhältnisse verteilt waren. So war das Match im Grunde genommen bereits beim Einspielen entschieden. Ziel war es dann auch im Wesentlichen, rechtzeitig zum Ende der anderen Begegnungen fertig zu werden, um die obligaten Erinnerungsfotos schießen zu können. Und das gelang dann auch, wie man/frau dem zugehörigen Fotoalbum entnehmen kann. Prozenttennis bis zum erzwungenen Fehler, nicht schön, aber schnell und effektiv! Vor den Augen seiner Liebsten konnte Matthias dann auch den ersten Matchball zum ungefährdeten 6:0/6:0 verwandeln.

 

Rathke ./. Wenzel 2:6/2:6

„Neger“ alias Florian hatte auf Platz 2 da ganz andere Probleme. Er hatte „Rücken“ und an diesem Tage keine Mittel gegen das dynamische wie variationsreiche Powertennis seines Kontrahenten. Immer wieder wurde er auf seiner Rückhandseite so unter Druck gesetzt, dass ein zu kurzer Ball ins Halbfeld mit einem tödlichen Drive bestraft werden konnte Mit der gleichen Konsequenz wurde jeder seiner 2. Aufschläge attackiert. So kam „Neger“ zu keinem Zeitpunkt in seinen gewohnten Schlagrhythmus und damit zu lediglich zwei Spielen pro Satz: 2:6/2:6.

 

Janner ./. Bohla 6:0/4:6/10:5

Auf dem Centrecourt demonstrierte derweil „Hannibal“ Markus, dass er auch in der Landesliga eine herausragende Spielerpersönlichkeit darstellt. Technisch auf hohem Niveau und vor allem stets in der Lage, durch dosiert eingestreute Stops und Lobs und überraschende Tempowechsel den Gegner zu irritieren, ließ er dem Kontrahenten aus Aumühle im ersten Satz keine Chance. Als dieser aber Verletzungserscheinungen zeigte, war es um die Konzentration des empathiereichen Hannibal geschehen. Die Fehlerquote überstieg das erträgliche Maß und der zweite Satz ging knapp verloren. Das Drama des Match-Tiebreaks nahm seinen Lauf. Zur Freude der zahlreich erschienenen Zuschauer fing sich Hannibal aber noch rechtzeitig und konnte den MTB glatt für sich entscheiden: 6:0/4:6/10:5!

Die Hausherren führten somit nach der ersten Einzelrunde mit 2:1!

 

Hause ./. Beckmann 6:1/6:2

Auf Platz 3 gab Matthias den Staffelstab in der Gestalt dreier Tennisbälle an Kolja weiter, um sich dann zur seelischen Unterstützung auf die Bank von Dirk auf Platz 2 zu setzen. Von dort beobachtete er mit einem Hauch von Mitleid, wie der wahrlich nicht schlecht aufspielende Beckmann von dem hochmotivierten Kolja regelrecht abgeschossen wurde. Der Aumühler versuchte alles, Tempowechsel, Serve-And-Volley und Stops, aber jede Spur von Gegenwehr wurde von den hart und platziert geschlagenen Topspinbällen im Keim erstickt. Die Konsequenz war ein glattes 6:1/6:2! Die Neustädter/Lensahner führten 3:1, nur noch ein Punkt zum erhofften Wunschergebnis vor den Doppeln. Und die Chancen dafür standen gut, waren da!

 

Weber-Klüver ./. Irrek 3:6/5:7

Zum Beispiel wenn man den Fehler begehen sollte, Dirk zu unterschätzen und/oder sich von ihm sein Spiel aufdrängen zu lassen. Dieses umfasst nämlich im wesentlichen eine Slice-Rückhand und Moonballs mit viel Spin auf der Vorhandseite. Was ist zu tun? Steve Calechman September 8, 2008 sagt dazu in seinem Blog: „Stay down and take this wretched shot early out of the air. Hitting it back lower will reset the rally, Coleman says. Hitting a return moonball will only beget more of them, make for ugly tennis and the ruination of your manhood.“ Der Aumühler beherrschte jeden notwendigen Schlag und sein Temperament. Geduldig wartete er auf seine Chance zum Powershot, zwang so seinen Gegner zu ungewohnten Fehlern, gewann damit auch den ersten Satz. Aber dann, irgendwann, ist man es leid, gegen diese Gummiwand zu spielen, die jeden Ball mit wenig Pace und viel Spin zurückwirft, wieder und wieder. Die Konzentration lässt nach, die Beine werden schwerer, die Fehlerquote steigt merklich … und plötzlich hatte Dirk Satzball: 5:4, 40:30!!!! Das war der Moment, als der Aumühler - wie er später einräumte - Frau und Kind verlassen, den Job fristlos kündigen und sich einem Yogi im fernen Südostasien anschließen wollte. Doch seine Familie hatte Glück. Der Satzball konnte mit einem stark geschlagenen Volley abgewehrt und der Satz doch noch knapp gewonnen werden: 3:6/5:7!

 

Müller ./. Schulz 4:6/6:3/5:10

Ähnlich eng ging es auf dem Centrecourt im Spitzeneinzel zu! Zwei zugegebenermaßen leicht übergewichtige aber dafür mit viel Schwungmasse versehene Titanen, die mit der Vorhand „volles Rohr“ auf die Bälle eindroschen und die Rückhand vornehmlich mit Slice im Spiel hielten. Hier gab es keine Kompromisse, kein Taktieren, hier entschied allein die Fehlerquote. Und so ging der erste Satz an den Aumühler, der als erster zu seinem Spielrhythmus fand, der zweite an „Lage“, der in dieser Phase auch eine bessere Quote beim 1. Aufschlag hatte. Wieder einmal musste der MTB entscheiden! Schulz gelang der bessere Start und plötzlich auch der 1. Aufschlag. Schnell führte er mit 5:0. „Lage“ hielt gegen, kämpfte verbissen, kam so auf 5:5 heran. Doch diese Aufholjagd kostete viel Kraft und Konzentration, die am Schluss fehlte: 4:6/6:3/5:10! 3:3 nach den Einzeln, die Doppel mussten entscheiden. Die Aumühler reagierten und ließen mit Arnold noch einen starken Doppelspieler „einfliegen“.

 

Janner, Rathke ./. Irrek, Wenzel 2:6/2:6

„Hannibal“ und „Neger“ traten auf Platz 2 gegen die beiden technisch stärksten Spieler der Aumühler an. Diese knüpften nahtlos an ihre Leistungen im Einzel an, spielten hart und kompromisslos. Sie waren vor allem am Netz beweglicher und im Abschluss konsequenter. „Hannibal“ und „Neger“ hatten so zu keinem Zeitpunkt auch nur den Hauch einer Chance: 2:6/2:6.

3:4, nun kam es auf jeden Machpunkt an!

 

Müller, Weber-Klüver ./. Schulz, Bohla 6:4/6:3

Wieder einmal bewahrheitete sich der Spruch, dass man im Doppel als Netzspieler - sollte man denn die Wahl haben und sein Leben und seine körperliche Unversehrtheit lieben - alles dafür tun sollte, m i t und nicht g e g e n „Lage“ Doppel zu spielen. Bohla hatte keine Wahl und so prügelte „Lage“ seine Vorhand so lange über das Netz, bis sich auf der anderen Seite nichts mehr rührte. Dirk rochierte derweil - Kummer und harte Bälle gewöhnt - todesmutig zwischen den Vorhandralleys von Schulz und „Lage“ hin und her und machte so entscheidende Volleypunkte. Der Lohn dafür war das knappe, aber im Ergebnis verdiente 6:4/6:3! Somit stand es 4:4, das letzte Doppel musste die Entscheidung herbeiführen!

 

Hause, Landmann ./. Beckmann, Arnold 6:3/5:7/10:3

Diese Paarung versprach - abgesehen vom Matchpunktestand - Spannung pur. Auf der einen Seite ein ausgebufftes, sehr erfahrenes Doppel aus Aumühle mit soliden Schlägen und vor allem Dank einer Körperlänge von gefühlten 2,20 m mit einer großen Reichweite; ein unschätzbarer Vorteil gerade im Doppel. Auf der anderen Seite ein im positiven wie negativen Sinne temperamentvolles Doppel, bei dem Genie und Wahnsinn abwechseln, leider aber auch häufig kumulativ. Im ersten Satz dominierten die positiven Aspekte bei den Neustädtern. Matthias solide Returns und Lobs brachten die Gegner in Bedrängnis, Kolja mit seiner Dynamik vollstreckte und erkämpfte die Big Points, die so zum Gewinn des ersten Satzes führten. Kolja schlug im 2. Satz als erster auf und man hätte nur so weiter spielen müssen wie zuvor. Aber des Wahnsinns fette Beute … Die Gegner schlugen nun mit hohen Twistaufschlägen auf Koljas Rückhand, die er fast am Zaun stehend mit viel Spin retournieren musste. Damit hatten die „langen Kerls“ genug Zeit, ans Netz vorzurücken und zu vollieren. Matthias begann, statt gegenzuhalten, zu zaghaft zu spielen, was wiederum Kolja … nun ja … ärgerte …, was Matthias veranlasste, noch zaghafter zu spielen … 😡

 

Trotzdem hatten beide den ersten Matchball bei 5:4, 40:30 … Die nächsten Minuten sind dem Verfasser aus diversen Gründen nicht mehr in Erinnerung. Unmittelbar nach dem Verlust des 2. Satzes jedenfalls stand Kolja vor Matthias mit weit ausgeholtem Schläger, entschied sich glücklicherweise für eine andere Flugrichtung und warf den Schläger schließlich mit voller Wucht gegen den Zaun! Damit war aber der emotionale Teufelskreis durchbrochen, die Neustädter waren 👺😡⚡️🔥💥!!! Den MTB spielten die Neustädter wie im Rausch. Sie schlugen „was das Zeug hielt“, brüllten und feuerten sich an, überrollten so die perplexen Gegner. Schnell führten sie 7:2, der Bann war gebrochen. Nach dem Matchball lag sich die ganze Mannschaft in den Armen, der Sieg war geschafft! Dann erschien auch schon die 2. Mannschaft, die von einem großartigen 3:3 aus Raisdorf zurückkehrte, gerade rechtzeitig, um den Abend in geselliger Runde mit Gegnern und Clubmitgliedern bei gutem Essen und Trinken sowie dem DFB-Pokalfinale live am Clubfernseher ausklingen zu lassen. Und nächste Woche wird wieder angegriffen!(Matthias Landmann)

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Kommentare: 1
  • #1

    Web-Redaktion (Montag, 18 Juli 2016 12:55)

    Herzlichen Glückwunsch zur Vizemeisterschaft. Ihr habt eine Super-Saison gespielt!