Sommer 2015 : Verbandsliga Herren-30 :  Neustadt - Raisdorf 3:3

Neustadt - Raisdorf 3:3                                         04.07.2015

Im vorletzen Punktspiel der Herren-30(1) gab es für die Mannen in der Verbandsliga ein 3:3 gegen den TG Raisdorf. Mit dem Rücken zur Wand wird es am letzten Spieltag den 11. Juli richtig spannend. Nur wenn Neustadt(6.) sein letztes Spiel in Wahlstedt(9.) gewinnt und gleichzeitig Raisdorf(5.) sein letztes Spiel gegen den Lübecker SV(7.) verliert, wäre der Klassenerhalt geschafft. Bei einem Sieg oder einem Unentschieden von Raisdorf wäre man raus. Eine schwere Ausgangslage für das Team, als Aufsteiger den Abstieg noch abzuwenden.                       Tabelle

Heikendorf - Neustadt 6:0                                      13.06.2015

Im 4. Punktspiel der Herren-30(1) gab es für die Mannen in der Verbandsliga eine 0:6 Niederlage beim Tabellenführer TC Heikendorf.

 

Tabelle

Suchsdorf - Neustadt 6:0                                       16.05.2015

Im 2. Punktspiel der Herren-30(1) gab es für die Mannen in der Verbandsliga eine 0:6 Niederlage beim Suchsdorfer SV. Das Wetter war nass und kalt, die Erfolgsaussichten trübe. Trotzdem fuhr das A-Team aus Neustadt voll motiviert zu dem Favoriten vor den Toren Kiels, um sein Bestes zu geben. Doch dies war bei der Spielstärke des Gegners - wie erwartet - an diesem Tage bei Weitem nicht genug.

Weber ./. Jacob 6:0/6:0

Besonders deutlich wurde dies bei dem Spiel zwischen den beiden 4ern, die als erste zum Duell antraten. Olli spielte höchst engagiert und versuchte alles. Doch sein Gegner, dessen LK noch die von Kolja übertraf, ließ ihn zu keinem Zeitpunkt in was auch immer für einen Rhythmus kommen. Mit der Ruhe und Sicherheit seiner fast 30jährigen Trainertätigkeit schickte er mit langen Treibschlägen den Neustädter von Ecke zu Ecke, um dann locker und leicht ans Netz zum tödlichen Volley vorzurücken, wenn nicht bereits vorher der Fehler erzwungen worden sein sollte. Mit einer Mischung aus Hochachtung und Mitleid verfolgte B.A. bei Kaffee und Kuchen am Spielfeldrand das Spektakel, das kurz und schmerzvoll seinen eindeutigen Sieger fand. Trotz großen Einsatzes hieß es so gleich 1:0.

Busch ./. Hause 6:0/2:6/10:7

Ein ähnliches Waterloo erlebte Face Kolja auf dem Nebenplatz, als er im ersten Satz auf dem schweren und alsbald auch nassen Boden gegen das sowohl sichere als auch druckvolle Spiel seines Gegners kein Mittel fand. Trotz langer, harter und auch ausgeglichener Schlagduelle hieß es am Ende 6:0 für den Gastgeber. Aber wenn Face Kola etwas auszeichnet, dann Kampfkraft und Spielintelligenz. Diese ließen ihn sich an den taktischen Verlauf seines letzten Punktspiels erinnern - gedacht, getan! Also ein wenig das Tempo gedrosselt, mehr Sicherheit und Kontrolle in den Schlägen, und schon verpufften die Tugenden des Gegners, ließen seine Fehlerquote entscheidend ansteigen. Ein 2:6 war der Lohn dieser taktischen Umstellung. Doch dann folgte der Match-Tiebreak, der bekanntlich seine eigenen Gesetze hat. Der bessere Start für den Suchsdorfer, ein wenig Pech in den entscheidenden Races, und so ging leider das Spiel unglücklich aber auch nicht unverdient an Busch mit einem knappen 10:7. 2:0 für Suchsdorf!

Schiller ./. Landmann 6:1/6:1

Mit Schiller traf B. A. wieder einmal auf einen seiner ehemaligen Tennisschüler, der sich noch im Nachgang zu diesem Match an das wechselseitige Slice-Topspin-Training von damals erinnerte. Mit Stolz konnte B. A. feststellen, dass dieses offensichtlich sehr gefruchtet hatte. Mit einem fürchterlich langen und platzierten Slice - sowohl auf Vorhand- wie auf Rückhandseite - wurde B. A. regelrecht vom Platz gesägt. Egal, was B. A. auch anstellte, irgendwann konnte er nur noch den Ball entkräftet ins Halbfeld löffeln, um dann - bevorzugt gegen die Laufrichtung - einen Stopp oder Volley gegen die Laufrichtung zu kassieren. Und während bei B. A. entweder der Betablocker oder die Dynamik des Gegners seinem Spiel immer wieder ein demütigendes Ende setzten, gelang der Suchsdorfer dank seiner im wahrsten Sinne des Wortes überragenden Körpergröße mit einem Schritt in jede Ecke des Platzes, um dann in aller Ruhe den nächsten Ball zu platzieren. Ein Anstandsspiel pro Satz, mehr war für B. A. nicht drin.

Windler ./. Janner 6:2/7:5

Tennis wird - zumindest ab einer bestimmten Spielstärke „grin“-Emoticon - vornehmlich im Kopf gewonnen und leider auch verloren! Dieses bestätigte sich einmal mehr im Spitzeneinzel zwischen Hannibal Markus und seinem Kontrahenten. Auf dem Papier trennten beide (Tennis-)Welten: Auf der einen Seite der austrainierte Spieler einer Herren!-Nordliga-Mannschaft mit LK 3, auf der anderen der körperlich schon leicht angeschlagene Tennistrainer mit immerhin noch LK 9 und Ambitionen zu den Herren 40. Und so verlief der erste Satz noch in den erwarteten Bahnen. Der Suchsdorfer drosch mit seiner überlegenen Dynamik Hannibal Markus regelrecht vom Platz und ließ ihn nicht ins Spiel kommen: 6:2 für Suchsdorf. Doch im 2. Satz wurden die Bälle zunehmend schwerer und der Slice von Markus zunehmend effektiver. Der Suchsdorfer verlor plötzlich das Zutrauen in seine Schläge, begann mit sich und seinem Spiel zu hadern. 5:2 stand es im 2. Satz und Hannibal realisierte auf einmal, dass er nicht nur irgendeine Chance gegen seinen so übermächtigen Gegner hatte, sondern auf dem besten Wege war zu gewinnen. Diese psychische Bürde war so übermächtig, dass fortan Hannibal Markus seinen Schwung und seine Spielfreude verlor und der Suchsdorfer sich noch gerade rechtzeitig durch seine Mannschaftskollegen einreden ließ, er könne doch einfach wieder „normal“ spielen. Und das tat der Suchsdorfer dann auch in eindrucksvoller Manier: 7:5 im zweiten Satz und 4:0 Matchpunkte für den Gastgeber.

Windler, Schiller ./. Janner, Jacob 6:3/6:1

Nun galt es zu verhindern, dass aus der bereits feststehenden Niederlage nicht nochmals ein Debakel - sprich wieder eine 6:0-Packung - wird. An diesem Tage gegen diesen Gegner jedoch eine mission impossible. Eindrucksvoll sorgten Martin Schiller als Inkarnation des Volley-Stopps und die „Ballkanone“ Karsten Windler dafür, dass bei „JJ“ gar nicht erst die Hoffnung auf einen Machgewinn aufkeimte. Insbesondere Hannibal Markus gelang zwar immer wieder der eine oder andere spektakuläre Punkt am Netz und durch geschickt gesetzte Lobs von der Grundlinie, die entscheidenden Ballwechsel verbuchten jedoch die Gegner: 6:3/6:1 und damit 5:0 Matchpunkte für Suchsdorf hieß es am Ende.

Fischer, Weber ./. Hause, Landmann 7:5/6:4

Nun ruhten alle Neustädter Hoffnungen auf das 2. Doppel. Diese mussten mit den Mankos leben, dass Face Kolja sich in der taktischen Konstellation des Doppelspiels nicht wirklich wohl fühlt und B. A. nach Kräfte und psychisch zehrendem Einzel nur noch g a n z l a n g s a m denken und schlagen konnte. Dann waren da noch die beiden Spieler mit Leuchtturmqualitäten auf der anderen Seite, die jede Gelegenheit zum Netzangriff nutzten, um ihre körperliche Überlegenheit auszunutzen. Trotzdem - oder gerade deswegen? - führten die Neustädter 5:4 im 1. Satz, als B. A. zum Satzgewinn aufschlug. Doch seine sensationell schlechte Leistung - auf die Einzelheiten will der Verfasser an dieser Stelle nicht näher eingehen - ließ seinen Partner sichtlich verzweifeln und den Satz doch noch verloren gehen. Während B. A. in der Folge fürchtete, Face Kolja könnte den Sofortvollzug einer Prügelstrafe herbeisehnen, versuchte dieser sich nicht von seiner Enttäuschung unterkriegen zu lassen. Und zeichnet das A-Team nicht gerade in schwerer Stunde gegenseitige Achtung und Sympathie aus? Und so rauften sich beide so gut es eben ging wieder zusammen, aber der eine oder andere „Zwergen-Lob“ von B. A. verhinderte wiederum einen durchschlagenden Erfolg, so dass den Suchsdorfern ein Break zum 6:4-Satzgewinn genügte.

Warum dieses Punktspiel trotzdem wieder unheimlich viel Spass gemacht hatte?

Die Suchsdorfer erwiesen sich zum wiederholten Male als äußerst faire und sympathische Gegner, die die Neustädter mit üppigen 36er-Pizzen und gepflegten Getränken in der anheimelnden Atmosphäre eines italienischen Restaurants im Studentenviertel von Kiel verwöhnten.

Und so zog das A-Team letztlich bei den obligatorischen Boxenstops an den Tankstellen in Elmschenhagen und Plön bei Bier, Cola-Jim Beam und Magnum Mandel (für B. A.!) ein positives Fazit. Eine weitere Leistungssteigerung auf dem Weg zum nächsten Sieg und dem (hoffentlich!) Klassenerhalt!

Neustadt - Molfsee 2:4                                          02.05.2015

Tennisclub Grün-Weiß Neustadt gegen Tennisclub Molfsee 02.05.2015 2:4 - Am ersten Spieltag ging es für das A-Team zuhause gleich gegen den designierten Aufstiegskandidaten aus Molfsee und um eine vorläufige Einschätzung der eigenen Stärke. Das ernüchternde Fazit - es wird ein harter Kampf um den Klassenerhalt werden!

Alexander Kästner ./. Aiko Lindemann 6:3/6:7/3:10

Face Alex bekam es mit dem „Angstgegner“ von Kolja der letzten Jahre zu tun, mit dem er selbst noch eine Rechnung aus der Wintersaison offen hatte, als er mit Fieber und Schüttelfrost angetreten war und so natürlich keine Chance hatte. Ob es nun am Einspielen mit B.A. „smile“-Emoticon oder den mit den beruflichen Veränderungen freigewordenen neuen Potentialen lag, jedenfalls überrollte er seinen Gegner mit seiner unnachahmlichen Mischung aus klassischem Surf-and-Volley und soliden Grundschlägen, denen er bei jeder sich bietenden Gelegenheit ans Netz folgte. Ein ums andere Mal entlockten seine tödlichen Vorhandvolleys longline seinem hilflosen Gegner Ausrufe der Verzweiflung, die den Brunftschreien der nebenan auf dem Fußballplatz trainierenden Rugbymannschaft in Nichts nachstanden. Es hätte das Match des Jahres werden können, wenn … ja, wenn … er seinen Matchball genutzt, nicht im entscheidenden Moment mit seiner Kraft und Konzentration nachgelassen und sein Gegner nicht mit raffiniertem Konterspiel sowie mentaler Stärke gegengehalten hätte. So aber ging das Spiel leider denkbar knapp nach zwei Tiebreaks doch noch unglücklich verloren.

 

Matthias Landmann ./. Michael Strelow 6:0/6:0

B. A. auf dem Court No.2 dagegen konnte sein Glück nicht fassen. Nach den Klatschen in der vergangenen Saison zum ersten Mal wieder ein Gegner im annähernd gleichen biblischen Alter und Leistungsklasse. Gut zu Fuß zwar, aber eine Rückhand mit permanenten Vorhandgriff. Halleluja! Also Taktik nach bewährtem Muster - 80:20 auf Rück- und Vorhand - und schön in Bewegung und unter Druck halten. So verliert selbst B.A. kein Spiel. 1:1 nach Spielen und noch war alles drin!

 

Kolja Hause ./. Morgen Greve 6:0/4:6/5:10

Auch leichte Siege sind schöne Siege. Ganz beseelt von dem eigenen Erfolg, den wärmenden Sonnenstrahlen und der holden Weiblichkeit der auf dem Nebenplatz trainierenden Damenmannschaft „grin“-Emoticon stapfte B. A. auf den Centrecourt, um Face Kolja zu unterstützen und Face Alex an seinen Tennis- und Lebensweisheiten teilhaben zu lassen. Ersteres war leider nicht von Erfolg gekrönt und letzteres hätte er lieber lassen sollen. B.A.s Analyse beim Einspielen der beiden Kontrahenten, zu dem er zwischen seinen Ballwechseln ab und zu hinüberlinsen konnte, war klar. Kohlhaas Gegner war zwar offensichtlich ein hoch aufgeschossener, austrainierter Athlet, aber mit sehr fehleranfälliger weil mit starkem Handgelenkseinsatz gespielten Vorhand und einer grauenhaften Aufschlagtechnik mit Vorhandgriff. Und so hatte Kolja seinen Gegner auch nach allen Regeln der Topspinkunst im ersten Satz mit seinem druckvollen Treibschlägen von der Platte geschossen. Aber dann wurden die Bälle zunehmend druckloser, der Schlagarm und die Beine von Kolja schwerer. Und sein Gegner kam dank seiner überragenden Reichweite nun an alle Bälle heran und spielte sie wie ein Roboter zurück; lang, druckvoll und absolut f e h l e r l o s!! Fünfmal, zehnmal, bis Kolja entnervt und entkräftet den Fehler machte. Trotzdem entschied erst ein leicht vergebenes Aufschlagspiel von Kolja über den 2. Satz. Der Matchtiebreak war dann nur noch „Formsache“. 1:2 aus Sicht der Neustädter. Face Alex wollte derweil ob der Kommentare von B.A. mit diesem mehr als einmal in den angrenzenden Wald gehen, um zu tun, was ein Mann in seiner Situation nun ´mal tun muss und allein zurückzukehren. Gott sei Dank hat B.A. „Greisen = Welpenschutz“ …

 

Markus Janner ./. Birger Petersen 4:6/2:6

Den hätte Hannibal Markus in seinem Match gegen den Spitzenspieler der Gastmannschaft auch gebraucht. Er präsentierte sich ungewohnt unkonzentriert und kam zu keinem Zeitpunkt des Spiels in seinen Rhythmus. Anstatt wie üblich die Ballwechsel mit seinem variablen Repertoire zu diktieren, ließ er sich das zugegeben solide und druckvolle Spiel seines Gegners aufzwingen und produzierte neben einigen Doppelfehlern viele unforced errors auf der Vorhandseite. So hatte Hannibal zu keinem Zeitpunkt eine reelle Siegchance und verlor letztlich glatt in zwei Sätzen: 1:3 nach den Einzeln.

 

Janner,Hause ./. Petersen, Lindemann 1:6/3:6

Nun sollten es die Doppel noch einmal richten. Doch die langen kraftzehrenden Einzel forderten ihren Tribut. Die Neustädter „hatten fertig“. Ihre Gegner dagegen waren noch ganz beflügelt von ihren Triumphen und spielten sich regelrecht in einen Rausch, der nur noch wenig Gegenwehr zuließ. Auch wenn die einzelnen Spiele durchaus umkämpft und die Neustädter jederzeit bemüht waren, gingen die big points und damit beide Sätze glatt an die Gäste.

 

Kästner, Landmann ./. Greve, Strelow 6:4/7:6

B.A. und Face Alex hatten auf dem Nebenplatz derweil wieder zu ihrer Männerfreundschaft und zu ihrer unnachahmlichen Homöostase aus Testosteron, Kraft und Raffinesse zurückgefunden. Will heißen, Face Alex tobte am Netz hin und her und schoss seine Aufschlagskanonen ab, B. A. versuchte, ihm nicht ins Gehege zu kommen und von der Grundlinie möglichst effektiv zu agieren. Und was am Anfang zunächst als höchst problematische Paarung gestartet war, weil beide mit ihren Führungsansprüchen als Alpha-Tiere gestartet waren, hatte sich als zunehmend effektives Team erwiesen, nachdem B. A. begriffen hatte, dass er mit Face Alex eigentlich Mixed spielen musste - und er die Frau war „wink“-Emoticon! So gewinnt man dann auch ein Aufschlagsspiel nach drei Doppelfehlern und 0:40 zum 6:4 im ersten Satz und lässt sich selbst dann nicht aus der Ruhe bringen, wenn B.A. einen Lob auch dann nicht annahm, wenn Face Alex nicht „meiner“ gerufen hatte. Mit dem Glück des Tüchtigen wurde schließlich auch der Tiebreak im zweiten Satz und mithin der zweite Machpunkt für die Neustädter gewonnen.

 

Unter der Dusche wurden dann zur späten Stunde die Wunden geleckt - B. A. hatte Face Alex einen Aufschlag an den linken Oberarm genagelt - und Bilanz gezogen. Es hatte letztlich nicht am Spielvermögen oder -intelligenz gemangelt, insoweit war man mindestens ebenbürtig wenn nicht gar überlegen gewesen. Vielmehr waren die überlegende Fitness und Kraft der Molfseer die spielentscheidenden Faktoren gewesen. Also ab ins Trainingslager!

 

Zuvor aber noch zu einem überaus lukullischen Mal, das uns unser neuer Clubwirt gezaubert hatte: Schnitzel, weißer und grüner Spargel, Sauce Hollandaise, Rosmarinkartoffeln, Pommes sowie ein raffinierter Nachtisch aus Götterspeise und Hochprozentiges statt Wasser als Anrührflüssigkeit! Sehr lecker!

 

Um 22:48 Uhr kam B.A. am Bhf Bad Schwartau an und fiel seiner liebsten Ehefrau entkräftet in die Arme. „Mein Sieger“, flüsterte sie in sein Ohr, als sie in zur Begrüßung küsste. Leben, was willst du mehr? Das die Mannschaft siegt natürlich, aber Hannibal hat dafür bestimmt schon wieder einen Plan!!!(M. Landmann)