Winter 2014/2015 : Verbandsliga Herren-30 : Travemünde - Neustadt 1:5

Im letzten Punktspiel der Wintersaison schafften die 30iger Herren gegen den Tabellenzweiten in der Verbandsliga, dem THC Travemünde ein deutliches 5:1. Mit diesem Sieg und dem damit verbundenen Klassenerhalt erspielte sich das Team eine erfolgreiche Saison nach dem Aufstieg in die Verbandsliga.

Winter 2014/2015 : Verbandsliga Herren-30 : Neustadt - Kollow 5:1
Winter 2014/2015 : Verbandsliga Herren-30 : Neustadt - Kollow 5:1

Neustadt - Kollow 5:1                                                                                           26. Januar 2015

Im vorletzten Punktspiel der Wintersaison 2014/2015 erspielte sich das Neustädter Herren-30-Team mit einem 5:1 gegen die Tennisfreunde aus Kollow einen wichtigen Sieg zum Verbleib in der Verbandsliga. Hochmotiviert ging es so dann auch in die Einzelspiele. Es gewanen ihre Spiele Markus Janner(1) 6:3 6:2, Alexander Kästner(2) (6:2 6:1) und Kollja Hause(3) 6:4 6:0. Zwischenstand nach den Einzelspielen 3:1 für Neustadt. Von den anschließenden Doppeln konnte das Neustädter Team beide für sich entscheiden. Das erste Doppel mit Janner/Hause(1) gewann mit einem 6:2 6:3,  das zweite Doppel mit Kästner/Landmann(2) gewann mit einem 4:6 6:1 und 10:7.


Tabelle und Spielberichte


Neustadt - Suchsdorf 2:4                           06. Dezember 2014

Im zweiten Punktspiel gab leider auch die zweite Niederlage für das Neustädter Herren-30-Team.

Aumühle - Neustadt 4:2                            22. November 2014

Verpasste Chancen …, das war leider das Motto des ersten Punktspiels des A-Teams zum Auftakt der Winterrunde in der Tennishalle vom Tennis-Club Sachsenwald Börnsen von 1974 e.V. Dabei fing alles so harmonisch an. 12:30 Uhr Treffen vor B.A.`s Garage in Bad Schwartau. Eine letzte Zigarette für Hannibal Markus, Face Kolja vertrat noch einmal kurz seine Beine, Murdoch freute sich auf seine glutenfreien Nussriegel, die B. A. mitbrachte, und die er dann doch nicht aß, und B.A`s Bruder Andreas war gespannt auf die anstehenden Matches. Kurz vor 14:00 Uhr trafen wir gut gelaunt am Spielort ein. Man kennt sich, ist sich sympathisch. Ein 3:1 nach den Einzeln war geplant.

Tabelle und Spielberichte

Lehmann ./. Hofmeister 2:6/2:6

Auf Platz 2 musste zuerst Murdoch starten. Er spielte gegen B.A.`s Gegner aus der Sommersaison. Der präsentierte sich in glänzender Spiellaune und mit wesentlich geringerer Fehlerquote. Murdoch gab alles, mied die peitschenartige Rückhand des Gegners und hielt die Bälle vornehmlich auf der Vorhandseite. Doch das reichte nicht. Der Aumühler jagte Murdoch gnadenlos über den Platz und setzte ihn derart unter Druck, dass Murdoch pro Satz nicht mehr als jeweils 2 Spiele bekam, obwohl er ebenfalls kaum unforced errors produzierte. Der stumpfe Teppichboden bremste den Rückhand-Slice von Murdoch derart ab, dass Hofmeister immer wieder attackieren und direkte Punkte erzielen konnte. Keine Chance für Murdoch: 2:6/2:6.


Hause ./. Tissler 6:2/6:2

Derweil suchte Face Kolja auf Platz 1 sein Glück gegen den Linkshänder Tissler. Aber dieses brauchte er erwartungsgemäß nicht in Anspruch zu nehmen. Dazu war seine Rückhand zu stabil, das Aufschlagsspiel zu solide. Lange Rallys von der Grundlinie, vornehmlich cross über die Rückhand ausgetragen, bis meist der Aumühler zu kurz wurde und Face Kolja zum tödlichen shot einlud. Ein nie gefährdeter 6:2/6:2 Erfolg war die Konsequenz. Gelegenheit, die nachfolgenden Matches zu verfolgen.


Landmann ./. Ewald 5:7/2:6

Eines davon focht B. A. gegen den Aumühler Ewald aus. Und zunächst schien sich das Training der letzten Wochen auszuzahlen. B.A. verwickelte seinen Gegner in lange Grundlinienduelle im bewährten Verhältnis 80:20 von Rückhand- zu Vorhandseite. Ansonsten Aufschläge mit viel Spin und falls der Aumühler doch einmal am Netz auftauchen sollte, wurde er stets erfolgreich überlobt oder passiert. 5:1 und eigener Aufschlag. Was für eine Chance, den ersten Satz und dann das ganze Match zu gewinnen. Aber, wer kennt nicht den Song "Der Ururenkel von Frankenstein " von Frank Zander mit der Liedzeile: " Jonas, meine Batterie ist alle"? Und wie im Lied, bei dem Jonas nicht - rechtzeitig - kommt, war mit einmal die Kraft weg und der Gegner wurde immer stärker und fehlerfreier. Spiel um Spiel, der erste und dann auch der zweite Satz gingen verloren: 5:7/2:6, Chance verpasst!

Janner ./. Roelcke 6:4/6:7/10:3

Gleichzeitig trat Hannibal Markus gegen Roelcke im Spitzeneinzel an. Auch für ihn als passionierten Rückhandslice-Spieler war der Hallenboden ein erheblicher Malus. Dieser sonst so starke Schlag büßte so während des gesamten Spielverlaufs seine sonst so große Effektivität ein und trug dazu bei, das Spiel stets auf des Messers Schneide zu halten. Das Match eng zu nennen, wäre eine schlichte Untertreibung. Der Gegner kam mit dem Boden besser zurecht und schlug vor allem sehr gut auf. So war es nur Hannibals Nervenstärke zu verdanken, dass er im ersten Satz ein Break zum Gewinn nutzte. Im zweiten Satz ließ Hannibal gerade im Tiebreak das Glück im Stich und mit 6:7 verlieren. Dies schien sich im alles entscheidenden Match-Tiebreak weiter fortzupflanzen. Schnell lag Hannibal 0:3 zurück. Doch dann gelang ihm das Kunststück, 10 Punkte in Folge zu gewinnen: 6:4/6:7/10:3. Das Mindestziel von 2:2 nach den Einzeln war geschafft.

 

Nun hätten wir die Doppel auf Sicherheit aufstellen können. Aber Hannibal hatte ja einen Plan … noch war ein Sieg und damit der erste Baustein für einen weiteren Aufstieg möglich!

 

Janner/Lehmenn ./. Werner/Hofmeister 6:4/0:6/9:11

Face Koljas Gegner aus dem Einzel musste seinen Dienst auf der Davidswache antreten. Für ihn kam Werner, mein Anwaltskollege, der auch im Sommer an Position eins gespielt hatte. Die Taktik des Neustädter Doppels war klar. Lobs, Lobs und noch einmal Lobs. Tempo aus dem Spiel nehmen und kontern. Das Konzept ging im ersten Satz voll auf und gereichte zu einem 6:4-Gewinn. Die Gegner waren konsterniert und bliesen zum Gegenangriff. Eine schnelle Führung im 2. Satz war die Konsequenz eines höheren Tempos durch aggressivere Aufschläge und Netzattacken. Die Neustädter sparten ihre Kräfte, "schenkten" den 2. Satz zu Null ab, um sich voll auf den Matchtiebreak zu konzentrieren. Dort trafen dann zwei völlig gleichwertige Paarungen aufeinander. Bis zum 9:9 ging der Tiebreak stets über Einstand, bis dann ein unglücklicher Volleyfehler von Murdoch die knappe Niederlage der Neustädter besiegelte: 6:4/0:6/9:11, Chance verpasst!

 

Hause/Landmann ./. Roelcke/Ewald 5:7/6:2/8:10

Die Synergie bezeichnet das Zusammenwirken von Lebewesen, Stoffen oder Kräften im Sinne von „sich gegenseitig fördern“ bzw. einen daraus resultierenden gemeinsamen Nutzen. Eine Umschreibung von Synergie findet sich in dem Ausspruch von Aristoteles „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“, auch als Holismus bezeichnet. Nicht anders ist ein gutes Tennisdoppel zu definieren. Spielt einer von Beiden schlecht, spricht man von Dyssynergie, spielen beide schlecht, liegt ein Antagonismus vor. In diesem Sinne begann das Neustädter Doppel konzentriert, dynamisch und synergetisch. B. A. solide und abgeklärt, Face Kolja drosch, was die Tennissaite hergab. 5:3, Aufschlag Kolja. Selbstgänger? Beide Neustädter griffen lustvoll in das Antagonismus-Klo: 5:7, Chance vertan. Der daraus erwachsende Frust führte zu einer merkwürdigen "Scheißegal-Stimmung", die die Neustädter plötzlich ungewohnt locker und effektiv agieren ließ. Returns wurden nun erst einmal sicher zurückgespielt, den Gegnern die Chance gegeben, ihrerseits Fehler zu produzieren. Holy Holismus: 6:2 für Neustadt im 2. Satz. Wieder einmal Matchtiebreak. Guter Beginn, Duplizität der Ereignisse: 5:2 Führung bei Aufschlag Kolja und …? Richtig! Wenn schon schlecht, dann beide; wozu sind wir schließlich Freunde :-(!!!! 8:10, Chance vertan.

 

Blieb noch die After-Punktspiel-Party!

Als B. A. aus der Dusche kam, fand er Murdoch am Tresen des angrenzenden Clubhauses vor, wo er unter den dort ausliegenden Lesebrillen diejenige mit der richtigen Sehstärke ausgewählt hatte, um zunächst alibimäßig Tenniszeitschriften und sodann das Dekolletè der blonden Tresenkraft im schulterfreien Top aus der Nähe zu studieren. Ein Service, den wir vielleicht als Anregung auch für unser Clubheim umsetzen sollten - die Brillen meine ich natürlich. Murdoch und ich hatten beide nämlich unsere zu Hause gelassen. Gottseidank benötigten wir in der Folge keine. Die Getränkewünsche wurden uns von den Augen abgelesen und das Essen von charmanter Hand mit bloßen Schultern serviert: Hamburger Schnitzel mit Bratkartoffeln und Pommes sowie Salatbeilage. Danach ein Latte macchiato für B. A., die anderen ertränkten ihren Frust mit Sambuca und Bier. Face Kolja als Fahrer blieb beim schlichten Kaffee. Murdoch, ganz "el presidente", hatte natürlich nicht nur den Sehtest am Tresen absolviert, sondern selbstverständlich auch zukunftsorientiert im Wohle des Vereins gecastet. Die nette wie fähige Köchin entpuppte sich nämlich als Dauercamperin in Pelzerhaken. Und wer weiß, vielleicht würde man irgendwann in ferner Zukunft auf dieses Duo zurückgreifen wollen … Doch schon musste das A-Team aufbrechen. Frau, Kind und das Aktuelle Sportstudio warteten auf uns. Chance vertan … Kein Grund natürlich, sich nicht trotz Navi bei "radar love" von Golden Earring ("Lauter", schrie B. A.) noch einmal zu verfahren und die nächste Tanke für das traditionelle Magnum Mandel und Flasch-Bier anzusteuern.

 

Kann es nach einem solchen Debakel noch einen Anflug von Lebensmut geben? Für einen Moment schienen die Chancen dafür gut zu stehen. In der Küche brannte noch Licht, als B. A. nach Hause kam. Familie ist doch das Schönste und Wichtigste auf der Welt. Aber dann: Iris übers Wochenende zu Besuch bei Freunden, die Kinder auf dem Zwutsch oder bereits im Bett, die Küche verwüstet - angesetzte Asia-Nudeln in der Pfanne ohne Einweichen kommen gut! - und schließlich heute Morgen: um 6 Uhr werde ich von einem Telefonanruf - "tschuldigung, falsch gewählt!!!! - aus dem Tiefschlaf gerissen, um dann Face Koljas whatsapp-Nachricht zu lesen, in der er uns Beide für eine Notschlachtung vorschlägt. C H A N C E V E R T A N !!〖ML